Justizminister ehrt die Examensbesten - Acht Absolventen der Zweiten juristischen Staatsprüfung mit der seltenen Note "gut" erfolgreich

Datum: 10.05.2006

Kurzbeschreibung: Auf die vor wenigen Tagen in Baden-Württemberg zu Ende gegangene Zweite Juristische Staatsprüfung folgte heute im Justizministerium in Stuttgart die Ehrung der Examensbesten durch Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP). Erstmals in Baden-Württemberg lud der Minister die besten Absolventinnen und Absolventen zu einer Examensfeier ein.

Im Beisein des Präsidenten des Oberlandesgerichts Stuttgart, Eberhard Stilz, und der Präsidentin des Landesjustizprüfungsamtes, Cornelia Horz, würdigte Goll die hervorragende Leistung der insgesamt 59 Referendarinnen und Referendare, die von insgesamt 409 Prüfungsteilnehmern nach der mehrwöchigen schriftlichen und mündlichen Prüfung die Note „vollbefriedigend“ und „gut“ erreichten: „Sie haben eine langjährige und ohne Zweifel besonders anspruchsvolle Ausbildung absolviert und vor allem wegen Ihrer ausgezeichneten Examensnote, mit der Sie zu den Besten Ihres Jahrgangs gehören, die Weichen für einen erfolgreichen Einstieg in ihr Berufsleben gestellt“, gratulierte Goll.

„Ihre Bewerbungen als Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt werden in den renommierten Kanzleien mit Sicherheit aufmerksam gelesen werden. Auch eine Tätigkeit im Richteramt oder in den Staatsanwaltschaften des Landes steht Ihnen grundsätzlich offen“, betonte der Minister und freute sich, dass sich manch einer der jungen Topjuristen bereits für den Beginn einer Karriere in der baden-württembergischen Justiz entschieden habe.
Die erfolgreichen Examensabsolventinnen und -absolventen bei ihrer Ehrung im Justizministerium
Im Anschluss an das Jurastudium, an dessen Ende das Ablegen des Ersten Staatsexamens steht, folgt eine zweijährige praktische Ausbildung der Rechtsreferendare in den Gerichten, Staatsanwaltschaften, Verwaltungsbehörden und Anwaltskanzleien des Landes. Die Ausbildung zum Volljuristen mit der Befähigung zum Richteramt endet mit dem erfolgreichen Abschluss der Zweiten juristischen Staatsprüfung.
Im Frühjahr 2006 haben daran insgesamt 409 Kandidatinnen und Kandidaten teilgenommen. Der Frauenanteil lag bei knapp unter 50 %. 10,76 % der Teilnehmer haben die Prüfung nicht bestanden. 51 Kandidatinnen und Kandidaten (12,47 %) gelang der Sprung in das „vollbefriedigend“. Acht Absolventen (1,96 %) haben sogar die in Baden-Württemberg seltene Note „gut“ erreicht. Im Durchschnitt lag das Ergebnis des schriftlichen Teils der Prüfung bei 5,93 Punkten.

Als Zeichen der besonderen Anerkennung überreichte Goll den besten drei Absolventen eine eigens für die Feier angefertigte Radierung des Zeichners Philipp Heinisch.

Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll überreicht den drei besten Examensabsolventen eine Radierung des Künstlers Philipp Heinisch (von links: Christian Gunßer, Rolf Faulhaber und Stefan Stegmaier)

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