Ehrung für Landesvorsitzenden des Bundes der Strafvollzugsbediensteten - Goll überreicht Verdienstkreuz am Bande an den Heilbronner Ernst Steinbach

Datum: 05.07.2006

Kurzbeschreibung: Der Landesvorsitzende des Bundes der Strafvollzugsbediensteten Ernst Steinbach wurde heute in Heilbronn für seine Lebensleistung ausgezeichnet. Im Namen des Bundespräsidenten überreichte der baden-württembergische Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) dem gestern 60 Jahre alt gewordenen Vollzugsbeamten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

„Ihr beruflicher Lebensweg spiegelt wieder, dass Sie sich mit herausragenden fachlichen Leistungen, mit großem Fleiß und Ausdauer in den anspruchsvollen Dienst im Justizvollzug gestellt haben. Mit Ihrer ausgleichenden, offenen und verständnisvollen Art übten Sie seit 1998 die herausgehobene Führungsfunktion eines Vollzugsdienstleiters der großen Justizvollzugsanstalt Heilbronn aus“, hob Goll die Verdienste Steinbachs hervor. Steinbach habe den inneren Betrieb der Heilbronner Anstalt mit ihren rund 400 Gefangenen und etwa 130 Bediensteten des allgemeinen Vollzugsdienstes ganz entscheidend mitgeprägt, so Goll weiter. Das in Heilbronn bekanntermaßen gute Arbeitsklima sei maßgeblich auf die persönliche Autorität und soziale Kompetenz Steinbachs zurückzuführen. Folgerichtig habe Steinbach trotz seines überdurchschnittlichen beruflichen Einsatzes die Bereitschaft und Zeit gefunden, in der Gewerkschaftsarbeit und Mitarbeitervertretung Verantwortung zu übernehmen.

Seit Oktober 1992 ist Steinbach in der Leitung der größten Berufsvertretung des Justizvollzugs, dem Bund der Strafvollzugsbediensteten, aktiv. Zunächst war Steinbach stellvertretender Landesvorsitzender, ab April 1998 dann Landesvorsitzender. Seit September 2002 gehört er daneben auch dem Bundesvorstand des Bundes der Strafvollzugsbediensteten an. Neben diesem gewerkschaftlichen Engagement war Steinbach seit Mai 1997 Vorsitzender des Hauptpersonalrats im Justizministerium Baden-Württemberg.

Der gelernte Schriftsetzer trat im Januar 1975 als 28-jähriger Vollzugsangestellter in den Dienst der Vollzugsanstalt Heilbronn ein und war dort bis heute in zahlreichen Leitungsfunktionen tätig. Dort bewies er Führungsstärke, Initiative und Eigenverantwortung. Im Frühjahr 1991 gab Steinbach sein profundes Wissen und Können im Rahmen der Aufbauarbeit in Sachsen bei der Ausbildung von Beamten im allgemeinen Vollzugsdienst weiter.

Goll hob hervor, dass sich Steinbach mit ausdauernder Beharrlichkeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Justizvollzugs eingesetzt habe. Dabei sei es ihm gelungen, trotz schwieriger Zeiten zahlreiche strukturelle Verbesserungen mit zu initiieren und durch sein zähes, aber immer faires Verhandeln auf verschiedenen politischen Ebenen mitzugestalten.

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