178. Laufbahnprüfung des allgemeinen Vollzugsdienstes und Werkdienstes in Baden-Württemberg abgeschlossen - 25 neue Vollzugsbedienstete übernommen

Datum: 29.09.2006

Kurzbeschreibung: 25 Vollzugsschülerinnen und -schüler wurden nach erfolgreich abgeschlossenem zweijährigem Vorbereitungsdienst heute in der für Baden-Württemberg zentral zuständigen Justizvollzugsschule in Stuttgart-Stammheim vom für den Justizvollzug zuständigen Abteilungsleiter des Justizministeriums, Ministerialdirigent Ulrich Futter, zu Vollzugsbeamten auf Probe ernannt oder in einem befristeten Angestelltenverhältnis übernommen. Der Vorbereitungsdienst dauerte für die 9 Anwärter des allgemeinen Vollzugsdienstes zwei Jahre, für die 16 Anwärter des Werkdienstes 18 Monate, aufgegliedert in eine theoretische und praktische Ausbildung.

„Die jungen Bediensteten erfüllen im Vollzug nicht nur einen gesetzlichen sondern auch einen gesellschaftlichen Auftrag. Ihre Arbeit dient der Sicherung des Strafverfahrens und dem Schutz der Allgemeinheit“, sagte Futter im Rahmen einer Feierstunde. Sie leisteten einen unverzichtbaren Beitrag zur inneren Sicherheit des Landes. Eine zentrale Aufgabe der frisch gebackenen Vollzugsbediensteten sei es, für eine sichere Unterbringung der Gefangenen zu sorgen, eine weitere, die Gefangenen auf ein künftig straffreies Leben vorzubereiten. Gerade der baden-württembergische Justizvollzug genieße deutschlandweit einen guten Ruf und meistere seine Aufgaben Dank des engagierten Einsatzes der Vollzugsbediensteten mit einem im Ländervergleich schlanken Personalkörper hervorragend, betonte Futter. „Auf durchschnittlich 8.500 Gefangene kamen in Baden-Württemberg Anfang des Jahres rund 3.600 Vollzugsbedienstete. Um die Sicherheit auch in Zukunft gewährleisten zu können, sind weitere Stelleneinsparungen im Justizvollzug nicht vertretbar und auch nicht vorgesehen“, erklärte Futter im Namen des Justizministers Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP).

Im direkten Kontakt mit den Gefangenen sei der tägliche Einsatz von motivierten Beamten von großer Bedeutung. „Ausbruchsversuche und Fluchtfälle aus der Vergangenheit lehren uns, dass auch die geringste Nachlässigkeit in der Wachsamkeit gravierende Folgen haben kann. In Sicherheitsfragen kommt es auf die Sensibilität jedes einzelnen an“, mahnte Futter und zeigte sich zugleich zuversichtlich: „Das haben unsere jungen Bediensteten in ihrer zweijährigen Ausbildung gelernt und verinnerlicht“. Bei Haftraumkontrollen, bei der Durchsuchung von Gefangenen, bei Aus- und Vorführungen und bei der Beobachtung des Verhaltens von Gefangenen während der Arbeit sei ständig größte Aufmerksamkeit geboten. Eine Verantwortung, der sich die jungen Absolventen auch des 178. Abschlusslehrgangs bewusst seien.

Futter dankte dem Leiter der Justizvollzugsschule Baden-Württemberg, Wilfried Ostheimer, im Namen aller an der Ausbildung beteiligten haupt- und nebenamtlichen Lehrkräfte für das große Engagement bei der erfolgreichen Ausbildung der Nachwuchsbeamten.

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