Staufer-Medaille für ehemaligen Präsidenten der Notarkammer Bas-Rhin - Engagement für die deutsch-französischen Beziehungen gewürdigt

Datum: 30.10.2006

Kurzbeschreibung: Dem ehemaligen Präsidenten der Notarkammer Bas-Rhin, Arsène Hitier, wurde im Rahmen des traditionellen Jahrestreffens der Notarkammern Bas-Rhin und Baden-Württemberg am Wochenende die Staufermedaille verliehen.

In Überlingen würdigte der Amtschef des baden-württembergischen Justizministeriums, Ministerialdirektor Michael Steindorfner, im Namen des Ministerpräsidenten das Engagement Hitiers für die deutsch-französischen Beziehungen. Der 61-jährige Franzose war von 1991 bis 1993 Präsident der Notarkammer Bas-Rhin. In dieser Eigenschaft war er einer der maßgeblichen Initiatoren einer Partnerschaft zwischen der Notarkammer Bas-Rhin und der heutigen Notarkammer Baden-Württemberg. In guter Tradition pflegen die beiden Kammern in jährlichen Treffen seit über zehn Jahren enge berufliche Kontakte über die Grenzen hinweg. „Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag nicht nur für die deutsch-französische Freundschaft, sondern auch für die Stärkung ihres Berufsstands in Europa“, so Steindorfner. Unter der Präsidentschaft Hitiers wurde die Jumelage im April 1993 anlässlich eines Festaktes in Straßburg feierlich besiegelt. Sie war von Anfang an darauf angelegt, alle Notare in Baden-Württemberg an den partnerschaftlichen Beziehungen zu den Kollegen in Frankreich teilhaben zu lassen. Die Notarkammern setzten sich zum Ziel, die freundschaftlichen Kontaktverbindungen zu festigen.

Schon in jungen Jahren war Hitier beim Deutsch-Französischen Jugendwerk aktiv. Er ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Club transfrontalier sur la Région Strasbourg – Ortenau. Außerdem ist er Conseiller municipal der Stadt Molsheim sowie Delegierter der Stadt Molsheim in der Communauté des Communes de la Région de Molsheim-Mutzig.

Die Staufer-Medaille erinnere an eine Zeit, in der sich Europa noch stärker als heute als eine Einheit und als Wertegemeinschaft verstanden habe, erläuterte Steindorfner. Diesen europäischen Gedanken erfülle Hitier durch seine Partnerschaft mit zeitgemäßem Leben. Die Auszeichnung stelle damit einen aktuellen Bezug zu seinem Wirken her. Außerdem knüpfe sie auch an die gemeinsamen Grundüberzeugungen und Wertevorstellungen an. Steindorfner dankte Hitier für sein verdienstvolles Wirken und großartiges Engagement im Interesse der deutsch-französischen Freundschaft. Der Amtschef des Justizministeriums erinnerte daran, dass das deutsche Notariat vor allem im 19. Jahrhundert wesentliche Impulse aus Frankreich erhalten habe. Die Organisation des Berufsstands in einer Notarkammer sei eine französische Errungenschaft. „Sie haben uns mit Ihrer Idee überzeugt“, rief Steindorfner den französischen Kollegen zu. Das Notariat in Deutschland sei heute ohne Notarkammer nicht mehr denkbar.

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