Justizminister Goll ehrt die Examensbesten - 11 Absolventen der Zweiten juristischen Staatsprüfung Herbst 2006 mit der seltenen Note "gut" erfolgreich

Datum: 13.11.2006

Kurzbeschreibung: Baden-Württembergs Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) ehrte heute in Stuttgart im Beisein des Präsidenten der Rechtsanwaltskammer Stuttgart, Frank E.R. Diem, und der Präsidentin des Landesjustizprüfungsamtes, Cornelia Horz, die besten Absolventen der "Zweiten juristischen Staatsprüfung Herbst 2006" für ihre "bemerkenswerten" Examensleistungen.

77 Referendarinnen und Referendare erreichten nach mehrwöchiger schriftlicher und mündlicher Prüfung die begehrte Note „vollbefriedigend“ oder besser. „Sie haben allen Grund zu feiern. Gut ausgebildet und mit einer ausgezeichneten Examensnote in der Tasche gehören Sie zu den Besten Ihres Jahrgangs. Damit haben Sie sich optimale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben geschaffen“, gratulierte der Minister. Tätigkeitsfelder eröffneten sich den jungen Volljuristen nun in den renommiertesten Kanzleien. Und auch wer auf eine Richterstelle oder eine Anstellung bei einer der Staatsanwaltschaften des Landes spekuliere, habe ebenfalls gute Chancen, zum Vorstellungsgespräch ins Justizministerium eingeladen zu werden“, betonte Goll.

Im Herbst 2006 haben in Baden-Württemberg insgesamt 521 Kandidatinnen und Kandidaten an der Zweiten juristischen Staatsprüfung teilgenommen. Der Frauenanteil lag bei etwas mehr als der Hälfte. 10,67 % aller Teilnehmer haben die Prüfung nicht bestanden. 66 Kandidatinnen und Kandidaten (13,04 %) gelang der Sprung in das „vollbefriedigend“ (9 Punkte). 11 Assessorinnen und Assessoren (2,17 %) haben sogar ein in Baden-Württemberg seltenes „gut“ (ab 11,5 Punkte) erreicht. Im Durchschnitt lag das Ergebnis des schriftlichen Teils der Prüfung mit 5,96 Punkten im oberen Bereich von „ausreichend“.

Als Zeichen der besonderen Anerkennung überreichte Goll den besten drei Absolventen eine eigens für die Examensfeier angefertigte Radierung des Zeichners Philipp Heinisch.



Die Zweite juristische Staatsprüfung
Die erfolgreiche Ausbildung zum Volljuristen mit der Befähigung zum Richteramt endet nach zweijährigem Rechtsreferendariat mit dem Bestehen der Zweiten juristischen Staatsprüfung. Das Rechtsreferendariat ist die praktische Ausbildung der Referendare in den Gerichten, Staatsanwaltschaften, Verwaltungsbehörden und Anwaltskanzleien des Landes. Es folgt auf das Jurastudium, an dessen Ende das Ablegen des Ersten Staatsexamens steht. Eine Regelstudienzeit von acht Semestern an den baden-württembergischen Universitäten zu Grunde gelegt, dauert die Ausbildung zum Volljuristen rund sechs Jahre.

 

Die besten Absolventinnen und Absolventen der Zweiten juristischen Staatsprüfung Herbst 2006 bei der Feierstunde im Justizministerium

Die Besten der Besten nehmen ihre Ehrung von Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll im Beisein der Präsidentin des Justizprüfungsamtes, Cornelia Horz, entgegen. Von links: Peter Michael Rolofs und Andreas Pernfuß.

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