Vermögensabschöpfung bei Kriminellen hilft Geschädigten - Goll: "Verbrechen darf sich nicht lohnen"

Datum: 31.01.2007

Kurzbeschreibung: "Verbrechen darf sich nicht lohnen. Die Justiz tut deshalb alles, damit keine Vermögensvorteile beim Täter verbleiben", erklärte Baden-Württembergs Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) am Mittwoch in Stuttgart.

Dementsprechend habe die baden-württembergische Justiz auch im Jahr 2006 wieder hohe Verbrechensgewinne abgeschöpft. Vorrangig gingen die gesicherten Vermögenswerte im Wege der Rückgewinnungshilfe an die Geschädigten, teilte der Minister mit.

Wenn individuelle Geschädigte nicht vorhanden sind, wird das Geld dem Land zugeschlagen. Im vergangenen Jahr flossen so insgesamt 3.649.524 Euro in die Landeskasse, der Jahresdurchschnitt liegt bei 3 Mio. Euro.

„Wir müssen dem Täter und der Allgemeinheit vor Augen führen, dass sich Straftaten auch finanziell nicht auszahlen. Verbrechensgewinne schöpfen wir deshalb konsequent ab. Das gilt für den Drogendealer, der sich durch Gewinne im Rauschgifthandel ein luxuriöses Leben verspricht, genauso, wie für den Täter mit weißem Kragen, aber schmutziger Weste“, bemerkte Goll. Der Weg des Geldes führe die Ermittler zudem oft genug auch auf die Spur von Mittätern und Hintermännern. Dieser zusätzliche Effekt bei der Gewinnabschöpfung sei für das Erkennen und die Zerschlagung krimineller Strukturen äußerst hilfreich, ergänzte Goll.

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