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43 neue Vollzugsbedienstete ernannt - Steindorfner: "Arbeit im Vollzug dient dem Schutz der Allgemeinheit und der sozial erfolgreichen Eingliederung des Täters in die Gesellschaft"

Datum: 30.03.2007

Kurzbeschreibung: Der Amtschef des Justizministeriums, Ministerialdirektor Michael Steindorfner, ernannte am Freitag in Stuttgart-Stammheim 43 Absolventen des 179. und 180. Abschlusslehrgangs der für Baden-Württemberg zentral zuständigen Justizvollzugsschule zu Vollzugsbeamten auf Probe.

„Die jungen Bediensteten erfüllen im Vollzug nicht nur einen gesetzlichen sondern auch einen gesellschaftlichen Auftrag. Ihre Arbeit dient der Sicherung des Strafverfahrens und dem Schutz der Allgemeinheit“, sagte Steindorfner im Rahmen einer Feierstunde in Stuttgart. Sie leisteten einen unverzichtbaren Beitrag zur inneren Sicherheit des Landes, für die rechtsstaatliche Ordnung und nicht zuletzt zur Gewährleistung des Rechtsfriedens in der Gesellschaft, so Steindorfner weiter. Außerdem sei es zentrale Aufgabe der frisch gebackenen Vollzugsbediensteten, die Gefangenen auf ein künftig straffreies Leben vorzubereiten.

Der Vorbereitungsdienst für die Anwärter des allgemeinen Vollzugsdienstes dauert zwei Jahre, für die Anwärter des Werkdienstes 18 Monate, aufgegliedert in eine theoretische und praktische Ausbildung. An der Prüfung nahmen insgesamt 45 Anwärterinnen und Anwärter teil, davon 30 Anwärter des allgemeinen Vollzugsdienstes, neun Anwärter des Werkdienstes und sechs Anwärter des mittleren Verwaltungsdienstes. „Es freut mich, dass wir die meisten auch im Justizvollzug übernehmen können“, erklärte Steindorfner. Gerade der baden-württembergische Justizvollzug genieße deutschlandweit einen guten Ruf und meistere seine Aufgaben Dank des engagierten Einsatzes der Vollzugsbediensteten mit einem im Ländervergleich schlanken Personalkörper hervorragend.

Steindorfner informierte auch über den aktuellen Stand beim Ende 2006 durch die Firma Züblin AG begonnen Neubau der JVA Offenburg. „Der Bau der Anstalt ist auf einem guten Weg. Aus heutiger Sicht steht zu erwarten, dass die Anstalt planmäßig Mitte des Jahres 2009 in Betrieb gehen kann“, so der Ministerialdirektor. Dabei wolle die Justiz mit der Teilprivatisierung beim Betrieb der Anstalt neue Wege gehen. Alle nicht hoheitlichen Aufgaben, die nicht zwingend von Beamten wahrgenommen werden müssten, könnten durch Private kostengünstiger und ohne Qualitätseinbußen erledigt werden. Zu denken sei zum Beispiel an die Ausbildung der Gefangenen, an den Bereich der Küche oder die Wäscherei.

Im direkten Kontakt mit den Gefangenen aber sei der Einsatz der Beamten unerlässlich. „Schon die geringste Nachlässigkeit in der Wachsamkeit könne gravierende Folgen haben. In Sicherheitsfragen kommt es auf die Sensibilität jedes einzelnen an. Das haben unsere jungen Bediensteten in ihrer zweijährigen Ausbildung gelernt und verinnerlicht“, betonte Steindorfner. „Bei Haftraumkontrollen, bei der Durchsuchung von Gefangenen, bei Aus- und Vorführungen und bei der Beobachtung des Verhaltens von Gefangenen ist dauerhaft größte Aufmerksamkeit geboten.“

Steindorfner dankte dem Leiter der Justizvollzugsschule Baden-Württemberg, Wilfried Ostheimer, im Namen aller an der Ausbildung beteiligten haupt- und nebenamtlichen Lehrkräfte für das großes Engagement bei der erfolgreichen Ausbildung der Nachwuchsbeamten.

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