Integrationsgipfel in Berlin - Goll: "Der nationale Integrationsplan ist ein Meilenstein in der deutschen Integrationspolitik"

Datum: 12.07.2007

Kurzbeschreibung: Als "Meilenstein in der deutschen Integrationspolitik" bezeichnete der Integrationsbeauftragte der baden-württembergische Landesregierung, Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP), den Nationalen Integrationsplan.

Die enge Zusammenarbeit bei der Erarbeitung des Nationalen Integrationsplans zwischen Bund, Ländern, Kommunen, Wirtschaftsverbänden, Wohlfahrtsverbänden, Medien, Wissenschaft, Gewerkschaften und Migrantenorganisationen habe die Bedeutung der Integrationspolitik auf eine neue Stufe gestellt, erklärte Goll am Donnerstag (12. Juli2007) in Stuttgart.
 
„Die rund 400 Selbstverpflichtungen der Integrationsgipfel-Teilnehmer in Berlin zeigen, dass es nicht um schöne Lyrik oder Lippenbekenntnisse, sondern um konkrete Maßnahmen und deren Umsetzung geht“, sagte Goll, der auch Beauftragter des Landes für den Nationalen Integrationsplan ist. „Ziel aller Integrationsmaßnahmen muss die gleichberechtigte Teilhabe an unserer Gesellschaft, aber auch eine aktive Teilnahme der Migranten sein. Denn sämtliche Integrationsmaßnahmen laufen ins Leere, wenn sie nicht angenommen werden oder der Wille zur Integration nicht ausreichend vorhanden ist“, betonte Goll. 

Der Nationale Integrationsplan sei eine gute Grundlage auch für den Integrationsplan Baden-Württemberg, der bis Jahresende vorliegen werde, kündigte Goll an. Schwerpunkte seien hier der Ausbau der Deutschförderung bereits im Vorschulalter, die verstärkte Einbeziehung der Eltern in Kindergarten und Schule und die Verbesserung der Schul- und Ausbildungsergebnisse von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

Den Boykott des Gipfels durch einige islamisch-türkische Verbände bezeichnete der Minister als „unklug und befremdlich“. Entscheidend sei aber, dass nicht die Nein-Sager und Verweigerer auf der Funktionärs-Ebene das Tempo bestimmten, sondern diejenigen, die konstruktiv und tatkräftig die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund voranbringen wollten, bemerkte Goll.

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