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Ministerrat beschließt Integrationsplan Baden-Württemberg - Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll: Gelungene Integration bedarf effektiver und konstruktiver Zusammenarbeit aller - Integration eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg des Landes im globalen Wettbewerb

Datum: 09.09.2008

Kurzbeschreibung: "Baden-Württemberg ist unter den Flächenländern das Land mit dem größten Zuwanderungsanteil.

Wir wollen für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem sozialen Hintergrund, gleiche Chancen für ihre Partizipation am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben schaffen.“ Dies erklärten Ministerpräsident Günther H. Oettinger und der Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll am Dienstag (9. September 2008) in Stuttgart. Der Ministerrat hatte am Montag den unter Federführung von Goll erarbeiteten Integrationsplan Baden-Württemberg mit dem Titel „Integration gemeinsam schaffen!“ beschlossen. Damit sei eine wichtige Grundlage für die künftige Integrationspolitik des Landes geschaffen worden. Bereits bei der Erarbeitung des Länderbeitrags zum Nationalen Integrationsplan hätte sich Baden-Württemberg besonders aktiv beteiligt. Dieses Engagement werde nun auf Landesebene fortgesetzt, betonten Oettinger und Goll.

Integrationsplan Ergebnis eines ausführlichen Dialogs

Der Integrationsplan Baden-Württemberg stellt neben zentralen Handlungsfeldern des Landes in sechs weiteren Kapiteln Ziele, Programme und Konzepte weiterer Akteure dar. „Integration ist eine Querschnittsaufgabe und gelungene Integration bedarf einer effektiven und konstruktiven Zusammenarbeit aller“, erklärten Oettinger und Goll. „Es war von Anfang an unser besonderes Anliegen, dass der Integrationsplan Baden-Württemberg das Ergebnis eines ausführlichen Dialogs zwischen den wichtigsten Akteuren der Integration im Land wird. Ich freue mich, dass so viele Institutionen, Organisationen und Verbände an der Erstellung des Integrationsplans mitgewirkt haben“, betonte Goll. Als Ergebnis des ausführlichen Dialogs seien Beiträge und Anregungen zahlreicher Akteure wie der Landesstiftung Baden-Württemberg und weiterer Stiftungen, der kommunalen Landesverbände, der Kirchen, der Liga der freien Wohlfahrtspflege, des Landessportverbandes Baden-Württemberg sowie weiterer Mitglieder des Landesarbeitskreises Integration in den Integrationsplan eingeflossen.

Acht zentrale Handlungsfelder

Die Maßnahmen des Landes umfassen insgesamt acht zentrale Handlungsfelder: Integration durch deutsche Sprache, schulische Bildung und Ausbildung; Hochschulwesen; Integration durch berufliche Aus- und Weiterbildung, Beschäftigung und Wirtschaft; Soziales, Wohnen und Gesundheit; Familie, Kinder und Jugendliche; Zusammenleben; Sicherheit sowie Einbürgerung. Für jedes dieser Handlungsfelder werden Grundsätze und Ziele des Landes formuliert, erläuterte Goll. Dabei nähmen Maßnahmen wie die Intensivierung der Deutschförderung, Verbesserung der Bildungssituation der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, verstärkte Einbindung der Eltern in den Bildungsprozess ihrer Kinder sowie das Prinzip „Fördern und Fordern“ im gesamten Integrationsplan der Landesregierung eine herausragende Rolle ein.

Neben der Darstellung bereits vorhandener Aktivitäten formuliere der Integrationsplan Baden-Württemberg auch zukünftige Vorhaben der Landesregierung. Dazu zählten u.a. die Einführung eines zweistufigen Verfahrens zur Sprachstandserhebung vor der Einschulung, der Abschluss von Bildungsvereinbarungen zwischen Bildungseinrichtungen und Elternhaus, die Möglichkeit für Lehramtsstudierende als Bildungs-Coaches ihre interkulturelle Kompetenz zu stärken, die Prüfung des Verfahrens zur Anerkennung von ausländischen Abschlüssen oder die Auslobung eines Integrationsforschungspreises, sagte Goll.

„Wir wollen die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund vorantreiben. Eine gelungene Integration ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg unseres Landes im globalen Wettbewerb und bedarf unser aller Mitwirkung“, betonten Oettinger und Goll.

Info für die Redaktionen:

Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet unter www.integrationsbeauftragter.de , Stichwort: Integrationsplan Baden-Württemberg. Dort kann der Integrationsplan auch als PDF-Datei kostenlos heruntergeladen werden.

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