Goll erklärt zur heutigen Pressekonferenz des Statistischen Landesamtes zum Thema "Migranten in Baden-Württemberg":

Datum: 26.11.2008

Kurzbeschreibung: "Landesintegrationsplan setzt mit der Verbesserung der Bildungs- und Ausbildungschancen die richtigen Schwerpunkte!"

Baden-Württemberger mit Migrationshintergrund haben im Durchschnitt eine schlechtere formale berufliche Qualifikation. Dies belegen die heute vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg veröffentlichten neuesten Daten des Mikrozensus 2007.

Hierzu erklärt der Justizminister und Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP):

„Die heute vom Statistischen Landesamt veröffentlichten Daten zeigen, dass der am 8. September 2008 vom Ministerrat verabschiedete Landesintegrationsplan mit dem Hauptziel der Verbesserung der Bildungs- und Ausbildungschancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund die richtigen Schwerpunkte setzt.

Unser erklärtes Ziel ist es unter anderem, die Bildungs- und Ausbildungssituation der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund deutlich zu verbessern. Die Quote derjenigen, die ohne Schul- oder Ausbildungsabschluss bleiben, muss erheblich reduziert werden. Dabei spielt das Beherrschen der deutschen Sprache eine zentrale Rolle, sie ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Bildungsbiografie und somit für eine gelungene Integration.

Der Integrationsplan setzt den richtigen Schwerpunkt: Maßnahmen wie z.B. die neu konzipierte Einschulungsuntersuchung mit einem Sprachscreening und sich je nach Bedarf anschließender Deutschförderung, das Programm „Beschäftigungsfähigkeit Jugendlicher“, der Einsatz von Lehramtsstudierenden als Bildungs-Coaches, der Abschluss von Bildungsvereinbarungen zur Stärkung der Elternarbeit oder der Einsatz von pädagogischen Assistenten an Hauptschulen werden sicherlich dazu beitragen, die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu erhöhen.

Auch in der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg ist Bildung ein zentrales Thema. Die für 2009 geplante Maßnahme zu einer stärkeren Beteiligung von Eltern mit Migrationshintergrund am Schulgeschehen ihrer Kinder soll nachhaltig und über zeitlich begrenzte Projekte hinaus zu einer intensiveren Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen und Eltern führen – eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Integration.“

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