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Feierliche Übergabe des Erweiterungsbaus für das Amtsgericht Pforzheim - Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll: "Die neue Unterbringung wird der Bedeutung eines Amtsgerichts wieder gerecht"

Datum: 31.03.2008

Kurzbeschreibung: Finanzstaatssekretär Gundolf Fleischer: "Durch den Erweiterungsbau hat die Justiz in Pforzheim hervorragende Arbeitsbedingungen"

„Mit dem Erweiterungsbau für das Amtsgericht Pforzheim hat die Justiz ein modernes Gebäude erhalten, das sich harmonisch in die Umgebungsbebauung einfügt. Die hellen, ansprechend gestalteten Räume mit moderner technischer Ausstattung bieten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gerichts beste Voraussetzungen für ihre verantwortungsvolle Arbeit. Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen ist es ein erfreuliches Ereignis, wenn solche Projekte erfolgreich zu Ende geführt werden können.“ Dies sagte Finanzstaatssekretär Gundolf Fleischer am Montag (31. März 2008) in Pforzheim anlässlich der feierlichen Übergabe des Erweiterungsbaus für das dortige Amtsgericht.

„Das Amtsgericht Pforzheim ist endlich wieder da, wo es hingehört“, sagte Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP). Die Pforzheimer könnten stolz sein auf ein Gericht, das sich nun moderner denn je präsentiere. Für die Justiz in der Stadt sei das ein besonderer Tag. Über Jahrzehnte sei das Amtsgericht in zwei vier Kilometer entfernte Einheiten aufgespalten gewesen. „Das war für alle, für die Bürger und die Mitarbeiter, eine untragbare Unterbringungssituation, bei der gerade die Kundenfreundlichkeit zwangsläufig an ihre Grenzen stieß“, erklärte Goll. Der Minister hob die Vorteile eines Justizviertels, wie es Pforzheim nun habe, hervor: „Die Justiz ist die Dritte Gewalt im Staat. Dieser Bedeutung entsprechend muss sie auch präsent sein und repräsentiert werden. Der rechtsuchende Bürger darf Leistungen aus einer Hand erwarten, ohne sich auf eine kilometerweite Suche nach der richtigen Dienststelle begeben zu müssen. Es hat ganz einfach etwas mit Bürgerfreundlichkeit zu tun, wenn bei Gericht alle Anlaufstellen zentral unter einem Dach zu finden sind“, sagte der Minister.
 
Das bestehende Amtsgericht, das jetzt durch den Neubau ergänzt wird, wurde von der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung in herausragender architektonischer Qualität errichtet und 1961 eingeweiht. Der zeittypische Bau ist seit den neunziger Jahren als Kulturdenkmal ausgewiesen. Ende der neunziger Jahre reichten die bestehenden Flächen nicht mehr aus, weshalb zusätzliche Anmietungen notwendig wurden. „Die Arbeits- und Geschäftsabläufe sowie die Organisation des Amtsgerichts wurden durch die räumliche Trennung stark erschwert. Deshalb war der Erweiterungsbau dringend notwendig“, erläuterte Fleischer.

Die Gesamtbaukosten für den zwischen September 2006 und Dezember 2007 errichteten Neubau betrugen rund 3,2 Millionen Euro. Bau, Baumanagement und Finanzierung wurden für das Land aus einer Hand von einem privaten Investor erbracht. Auf einer Nutzfläche von insgesamt 1364 Quadratmetern sind neben zwei neuen Sitzungssälen mit jeweils 60 Quadratmetern die Zivilabteilung, das Vollstreckungsgericht, das Vereinsregister sowie die Kammer für Handelssachen des Landgerichts Karlsruhe untergebracht. Hinzu kommen zusätzliche Registraturflächen im Untergeschoss. Es handelt sich im Wesentlichen um einen massiven Stahlbetonbau, in dem alle Räume, in denen sich Menschen aufhalten werden, natürlich belüftet sind. Der vom Stuttgarter Architekturbüro Lederer, Ragnarsdottir, Oei entworfene Neubau ergänzt das Ensemble aus Verwaltungstrakt und Saalgebäude im Osten um einen senkrecht zum Gefälle stehenden Baukörper, der über eine verglaste Brücke an den Saalbau angekoppelt ist.

„Als Antwort auf die durch den Bestand und die Umgebung gemachten Vorgaben ist ein Bauwerk mit eigenem Charakter und Ausdruck entstanden. Es setzt in der Stadt Pforzheim neben dem denkmalgeschützten Ensemble aus den fünfziger Jahren ein weiteres Zeichen dafür, wie städtische Räume und öffentliche Gebäude anspruchsvoll gestaltet werden können“, betonte Finanzstaatssekretär Gundolf Fleischer.

„Mit diesem Erweiterungsbau konnten viele Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten beseitigt werden, sowohl für unsere Mitarbeiter, als auch für die Pforzheimer Bürgerschaft“, dankten der Justizminister und der Finanzstaatssekretär dem Amt Pforzheim des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg für die gute Arbeit.

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