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Amtswechsel an Karlsruher Gerichten - Alexander Riedel folgt Rolf Baschang an die Spitze des Landgerichts - Jörg Müller ist neuer Präsident des Amtsgerichts - Steindorfner: "Die Justiz in Baden-Württemberg ist gut aufgestellt"

Datum: 18.06.2008

Kurzbeschreibung: Das Land- und das Amtsgericht Karlsruhe erleben an ihrer Spitze einen Wach- und Generationswechsel: Der bisherige Präsident des Amtsgerichts Karlsruhe, Alexander Riedel, wurde vom Amtschef des Justizministeriums, Ministerialdirektor Michael Steindorfner, am Mittwoch (18. Juni) in Karlsruhe als neuer Landgerichtspräsident ins Amt eingeführt.

Der 53-jährige Riedel folgt Rolf Baschang nach, der seit Dezember 2003 Chef des größten badischen Landgerichts war und in den gesetzlichen Ruhestand verabschiedet wurde. Zugleich führte Steindorfner den 43-jährigen Jörg Müller als neuen Präsidenten des Amtsgerichts Karlsruhe ins Amt ein. Müller war bislang im Justizministerium Leiter des Personalreferats für den höheren Dienst des Oberlandesgerichtsbezirks Karlsruhe.

  „Hier in Karlsruhe hat eine berufliche Karriere ihre Vollendung gefunden, die in der Justiz wohl ihresgleichen sucht“, sagte Steindorfner in Vertretung von Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) in seinem Dank an den scheidenden Landgerichtspräsidenten Baschang. „Mit Ihnen verabschieden wir einen verdienten und langjährigen Präsidenten des Landgerichts in den wohlverdienten Ruhestand. Sie haben eine besondere Begabung im Umgang mit Menschen, ein auf Ausgleich bedachtes Wesen, das Konflikte vielfach schon gar nicht aufkommen lässt und lösen Ihre Aufgaben mit einem von Kooperation, Überzeugungsarbeit und Motivation geprägten Führungsstil souverän und im besten Einvernehmen mit den Mitarbeitern. Solche wie Sie gibt es in der Justiz nicht viele!“, dankte Steindorfner Baschang für seine Verdienste im Land und in der baden-württembergischen Justiz.

Dem neuen Landgerichtspräsidenten wünschte Steindorfner „Viel Glück und Gelingen“ im neuen Amt. Riedel bringe alles mit, was man für diese Aufgabe brauche. Die Eigenschaften, die ihn auch in seinem bisherigen Amt auszeichneten, nämlich seine einfühlsame und freundliche Art im Umgang mit Menschen gepaart mit einem enormen Arbeitseinsatz, komme Riedel auch als Präsident des Landgerichts Karlsruhe zu statten. Riedel werde sein neues Amt zwar ganz anders, aber ebenso gut und richtig leiten, zeigte sich der Amtschef des Ministeriums überzeugt.

Dem jüngsten der „Präsidentenrunde“, dem neuen Chef des Amtsgerichts Karlsruhe, bescheinigte Steindorfner „scharfen Verstand, schnelle Arbeitsweise und Entscheidungsfreude“. Müller sei in der Lage, eine hohe Arbeitslast mit bemerkenswerter Präzision auch noch in den Verästelungen und ohne jede Rückstände zu schultern. Dies habe er als Personalreferent im Justizministerium über sechs Jahre täglich unter Beweis gestellt. Mit seiner dort erworbenen Verwaltungskompetenz sowie seinen weit überdurchschnittlichen juristischen Fähigkeiten zähle er zu den Spitzenkräften der baden-württembergischen Justiz. „Für die Leitung des Amtsgerichts Karlsruhe bringen Sie die besten Voraussetzungen mit und ich bin überzeugt davon, dass Sie auch diese Aufgabe in ausgezeichneter Weise bewältigen werden“, sagte Steindorfner.

„Die Justiz in Baden-Württemberg ist heute gut aufgestellt und kann optimistisch in die Zukunft schauen. Ihre Qualität ist - wie ein Vergleich mit den anderen Bundesländern zeigt - ausgezeichnet“, bemerkte Steindorfner weiter. „Das ist im Wesentlichen das Verdienst vieler engagierter und leistungsstarker Mitarbeiter, insbesondere auch das der heute im Mittelpunkt der Feierstunde stehenden Präsidenten. Sie alle haben sich in durchaus schwierigen Zeiten in führenden Positionen für eine moderne und leistungsstarke Justiz eingesetzt und das mit Erfolg“, erklärte Steindorfner. Der Amtschef wies darauf hin, dass es gelungen sei, die baden-württembergische Justiz erstmals seit Jahren von neuen Personaleinsparungen zu verschonen und die noch bestehenden Einsparverpflichtungen auf ein verträgliches Maß zurückzuführen.

 

Lebenslauf PräsLG Alexander Riedel

Geboren am 14. Februar 1955 in Karlsruhe, trat der verheiratete Vater zweier Kinder am 1. März 1985 in den höheren Justizdienst des Landes Baden-Württemberg ein. Seine Assessorenjahre verbrachte er bei der Staatsanwaltschaft Karlsruhe, dem Landgericht Karlsruhe und dem Amtsgericht Karlsruhe. Dort wurde er am 1. März 1988 auch zum Richter auf Lebenszeit ernannt. Im Februar 1992 wurde Riedel ans Justizministerium nach Stuttgart abgeordnet. Als Leiter des Personalreferats für den Oberlandesgerichtsbezirk Karlsruhe hatte er die Planungsverantwortung für alle Richter und Staatsanwälte der ordentlichen badischen Gerichtsbarkeit inne. Ebenso war er für die badischen Notariate und für die gegen Ende seiner Zeit im Ministerium hinzugekommene gesamte Fachgerichtsbarkeit zuständig. Nach sieben Jahren dieser überwiegend verwaltenden Tätigkeit im Justizministerium zog es Riedel wieder in das eigentliche Richteramt. Im Herbst 1999 übernahm er den Vorsitz eines Familiensenats am OLG in Karlsruhe. Knapp fünf Jahre später wurde Riedel zum Präsidenten des Amtsgerichts Karlsruhe ernannt, bevor er mit Wirkung zum 1. März 2008 nun zum Landgerichtspräsidenten von Karlsruhe befördert wurde.

 

Lebenslauf PräsAG Jörg Müller

 

Der verheiratete Vater von drei Kindern wurde am 1. Februar 1965 in Stuttgart geboren. Müller studierte Rechtswissenschaften an der Eberhard Karls Universität Tübingen und trat am 1. September 1995 in den Justizdienst des Landes ein.

 

 

Nach Assessorstationen am Amtsgericht Waiblingen, Landgericht Stuttgart und der Staatsanwaltschaft Stuttgart wurde Müller am 10. Februar 1999 an das Justizministerium Baden-Württemberg abgeordnet. Dort war er zunächst in der Strafrechtsabteilung als Referent für die Bereiche Gewinnabschöpfung, Jugendstrafrecht und Opferschutz zuständig. Außerdem war er schwerpunktmäßig mit der Begleitung des Flowtex-Untersuchungsausschusses befasst. Im Mai 2002 wurde Müller innerhalb des Ministeriums die Leitung des Personalreferats für den höheren Dienst des Oberlandesgerichtsbezirks Karlsruhe übertragen. Müller führte eine Vielzahl von Bewerbungsgesprächen mit angehenden Richtern und Staatsanwälten und nahm mehr als 200 Neueinstellungen vor. Zu seinen weiteren Aufgaben gehörte die Projektleitung der Übertragung der Bewährungshilfe auf einen freien Träger. Mit Wirkung zum 1. Juni 2008 ist Müller nun neuer Präsident des Amtsgerichts Karlsruhe.

 

Lebenslauf PräsLG a. D. Rolf Baschang

Geboren am 22. Februar 1943 in Karlsruhe trat der verheiratete Vater von zwei Kindern im Januar 1970 beim Amtsgericht Lörrach als junger Strafrichter in den Justizdienst des Landes ein. Seine Assessorjahre verbrachte er bei den Amtsgerichten Offenburg, Karlsruhe und Bruchsal sowie dem Landgericht Karlsruhe. Dort war Baschang fast 15 Jahre als Richter tätig, bevor er nach seiner Abordnung an das OLG Karlsruhe im Januar 1988 zum Vorsitzenden Richter am Landgericht ernannt wurde. Im Juni 1991 wurde er Vizepräsident des Amtsgerichts Karlsruhe, um im Februar 1993 die Direktorenstelle der Fachhochschule für Rechtspflege in Schwetzingen zu übernehmen. Dort war Baschang bereits viele Jahre zuvor als Dozent der damaligen Rechtspflegerschule tätig. Vier Jahre später wurde ihm 1997 die Leitung des Amtsgerichts Mannheim übertragen. Die besondere Vertrauensstellung, die Baschang innerhalb der Richterschaft Baden-Württembergs genoss, zeigte sich auch in seiner Wahl zum Vorsitzenden des Präsidialrats der ordentlichen Gerichtsbarkeit des Landes. Im Jahr 2003 kehrte Baschang als Präsident des Landgerichts in seine Heimatstadt Karlsruhe zurück, bevor er zum 1. März 2008 in den gesetzlichen Ruhestand trat.

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