Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Rainer Kanzleiter

Datum: 13.01.2009

Kurzbeschreibung: Goll: "Beeindruckendes berufliches, wissenschaftliches und kulturelles Engagement"

Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll und Unternehmer Prof. Dr. Rido Busse gratulieren Prof. Dr. Rainer Kanzleiter

Aus der Hand von Baden-Württembergs Justizminister und stellvertretendem Ministerpräsident Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) erhielt der Neu-Ulmer Notar und Vorstandsvorsitzende des Vereins „Freunde des Ulmer Museums e.V.“ Prof. Dr. Rainer Kanzleiter am Dienstag (13. Januar 2009) in seiner Geburtsstadt Stuttgart das Bundesverdienstkreuz für sein „beeindruckendes berufliches, wissenschaftliches und kulturelles Engagement“. Der 68-jährige Honorarprofessor für Zivilrecht an der Universität Augsburg und Lehrbeauftragter der Universitäten Würzburg und Ulm engagiere sich neben seiner beruflichen und wissenschaftlichen Tätigkeit „in herausragender Weise auch ehrenamtlich“, begründete Minister Goll in seiner Laudatio die Auszeichnung des Mannes, der über ein „perfektes Zeitmanagement“ verfügen müsse.

 

Dr. Karin Hartmann, Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll, Prof. Dr. Rainer Kanzleiter, Prof. Dr. Alfred Katz und Landtagsabgeordneter Martin Rivoir

Kulturelles Engagement für das Ulmer Museum
Kanzleiter unterstütze nicht nur viele Künstler aus der Ulmer Szene sondern setze sich seit über 15 Jahren als Vorstandsvorsitzender des Vereins „Freunde des Ulmer Museums e.V.“, dem er seit Gründung im Jahr 1982 angehöre, für die Belange des Ulmer Museums ein. Mit den gesammelten Geldern, Spenden und Mitgliedsbeiträgen  erwerbe er für das Museum Kunstwerke und mache sie so der Allgemeinheit zugänglich. Der Initiative Kanzleiters sei es auch zu verdanken, dass 1999 der Skulpturendachgarten des Ulmer Museums ausgebaut und zur Eröffnung des Neubaus für die Sammlung Kurt Fried im selben Jahr das Museums-Café in Betrieb genommen werden konnte. Auch der so genannte Steg zwischen  der Kunsthalle Weishaupt und dem Ulmer Museum ist ebenso wie dessen gläserner Aufzug auf das große Engagement Kanzleiters zurückzuführen, erklärte Goll. „Sie begleiten das Ulmer Museum und haben wichtige Weichen gestellt. Sie vertreten das Ulmer Museum auch nach außen in der Bürgerschaft und im politischen Bereich. Das hat sich auf die Arbeit des Museums immer fruchtbar ausgewirkt“, hob Goll den kulturellen Einsatz Kanzleiters hervor.

Wissenschaftliches Engagement
Von 1985 bis 2003 war Kanzleiter zudem Hauptschriftleiter der Deutschen Notarzeitschrift. Seit 1999 ist er Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Notarrechtlichen Vereinigung e.V. in Würzburg, die alle zwei Jahre den angesehenen „Helmut-Schippel-Preis“ vergibt. Unter seiner Vorstandschaft sind die notarrechtlichen Institute an den Universitäten Würzburg, Berlin, Bonn und Jena sowie die Forschungsstelle für Notarrecht an der Universität München errichtet worden. Kanzleiters Engagement erschöpfte sich aber nicht in der Institutsgründung. Von 2000-2006 war er stellvertretender Vorsitzender des Instituts in Würzburg und seit 2006 ist er Mitglied des Vorstands des Instituts in Jena. Des weiteren engagiert er sich seit 30 Jahren in der Fortbildung für bayerische Notariatsassessoren bei der Landesnotarkammer in Fischbachau sowie für Notare beim Bayerischen Notarverein e.V.. Ferner war Kanzleiter von 1994 bis 2008 als Prüfer und Korrektor im Rahmen der ersten Juristischen Staatsprüfung bei der Juristenausbildung tätig. „Sie haben in großem Umfang dazu beigetragen, die Funktion des Notariats im System des deutschen und europäischen Rechts in die universitäre Ausbildung einzubinden. Sie haben das deutsche Notarrecht auch für Forschung und Lehre an den Universitäten geöffnet und interessant gemacht. Ihr Erfolg beruht auf nicht nachlassendem Einsatz, viel diplomatischem Geschick und ebensoviel Beharrlichkeit“, würdigte Goll auch die wissenschaftlichen Verdienste Kanzleiters.

Kanzleiter studierte Jura in Tübingen und Würzburg, absolvierte sein Referendariat im Oberlandesgerichtsbezirk Bamberg und promovierte 1966 an der Universität Würzburg zum Doktor der Rechte. Nach der Zweiten juristischen Staatsprüfung 1967 begann er in Bad Tölz den notariellen Anwärterdienst, von wo aus er Ende 1968 zunächst als juristischer Mitarbeiter des Geschäftsführers und ab September 1970 als Geschäftsführer zur Bundesnotarkammer nach Köln versetzt wurde. Am 1. März 1975 wurde Kanzleiter zum Notar in Neu-Ulm bestellt, wo er heute noch tätig ist.

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