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Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll kam in Stuttgart mit dem Botschafter der Türkischen Republik in Deutschland, Ali Ahmet Acet, zusammen: - "Wir haben beim Thema Integration ein großes Interesse an einer intensiven Zusammenarbeit"

Datum: 22.01.2009

Kurzbeschreibung: Der Justizminister und Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP), ist heute (22. Januar) mit dem Botschafter der Türkischen Republik in Deutschland, Ali Ahmet Acet, zu einem Meinungsaustausch in Stuttgart zusammengekommen.

Begleitet wurde der Botschafter u.a. vom türkischen Generalkonsul in Stuttgart, Ümit Yardim.

 

Prof. Dr. Ulrich Goll (Justizminister und Integrationsbeauftragter der Landesregierung) und Ali Ahmet Acet (S.E. Botschafter der Türkischen Republik in Deutschland)

 

Goll und Acet lobten die langjährigen und intensiven Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und der Türkei in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.

Neben diesen Bereichen stand vor allem das Thema Integration im Mittelpunkt des Gesprächs. „Herr Botschafter Acet und ich sind uns einig, dass die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund eine der großen politischen Herausforderungen darstellt. Ziel muss es vor allem sein, bei den Kindern und Jugendlichen unabhängig von der sozialen oder ethnischen Herkunft gleiche Bildungschancen zu schaffen“, erläuterte Goll. Einigkeit bestand auch darin, dass die Beherrschung der deutschen Sprache den Schlüssel für eine erfolgreiche Integration darstellt.

Acet betonte hierbei die bedeutende Rolle der Muttersprache als Basis für den Erfolg beim Erlernen einer weiteren Sprache. Der Botschafter bedankte sich beim Land Baden-Württemberg für seine Bemühungen um den muttersprachlichen Unterricht.

Im Hinblick auf die Fortentwicklung der Integrationsmaßnahmen insbesondere auch im Bereich der Elterneinbindung betonten Goll und Acet die Notwendigkeit der vertieften Zusammenarbeit zwischen den baden-württembergischen Institutionen und den türkischen Generalkonsulaten in Stuttgart und Karlsruhe: „Wir haben beim Thema Integration ein großes Interesse an einer intensiven Zusammenarbeit zwischen unseren Behörden und den türkischen Generalkonsulaten im Land“, betonten Goll und Acet.


Christian Storr
Leiter der Stabsstelle

Hinweis an die Redaktionen:

Fotos dieses Treffens können Sie ab 16.00 Uhr unter http://www.integrationsbeauftragter.de → Pressemitteilungen → Fotos herunterladen.


Hintergrundinformationen:

In Deutschland leben rund zwei Millionen Türkinnen und Türken. Rund 500.000 Deutsche haben einen türkischen Migrationshintergrund. In Baden-Württemberg leben über 292.000 Menschen mit türkischer Staatsangehörigkeit (Stichtag: 31.12.2007). Dies entspricht einem Anteil von fast 25 % an der gesamten ausländischen Bevölkerung. Ca. 40 % der türkischen Bevölkerung in Baden-Württemberg weist eine längerfristige Aufenthaltsdauer (25 bis 40 Jahre) auf.

Deutschland ist seit langem wichtigster Handelspartner der Türkei. Im Jahr 2007 nahm der Handel in beide Richtungen gegenüber dem Vorjahr erneut kräftig zu. Das bilaterale Handelsvolumen stieg 2007 weiter an und betrug 24,8 Milliarden Euro, wobei Baden-Württemberg am deutsch-türkischen Handelsvolumen einen Anteil von gut 15 Prozent für sich verzeichnen kann. Die deutschen Exporte in die Türkei erreichten 2007 einen Wert von fast 15,1 Milliarden Euro. Der Anteil an baden-württembergischen Ausfuhren belief sich hierbei auf 2,3 Mrd. Euro. Besonders starken Anteil an den deutschen Exporten in die Türkei haben Maschinen, Kraftfahrzeuge und Zulieferteile für die Automobilindustrie sowie chemische Erzeugnisse.

Die türkischen Exporte nach Deutschland erreichten im Jahr 2007 ein Volumen von über 9,7 Milliarden Euro. Bei den deutschen Importgütern aus der Türkei bilden Textilien/Lederartikel (ca. 50 %) und Nahrungsmittel sowie Industrieerzeugnisse den Schwerpunkt.

Auch im investiven Bereich spielt Deutschland in der Türkei eine führende Rolle. Bis Ende 2007 wurden in der Türkei 1.722 Firmenniederlassungen deutscher Firmen registriert. Darunter sind auch namhafte große Firmen aus Baden-Württemberg wie Daimler, Bosch und die ZF Friedrichshafen. Im Jahr 2006 wurden in Baden-Württemberg insgesamt 3.195 Einzelunternehmen von Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit gegründet. Damit führen türkische Staatsangehörige die Liste der ausländischen Unternehmensgründer (Einzelunternehmen) weiterhin an. An zweiter Stelle rangierten (wie in den Vorjahren auch) italienische Staatsangehörige mit insgesamt 1.667 Unternehmensgründungen.

Im Schuljahr 2007/8 besuchten insgesamt 59.259 türkische Schüler allgemeinbildende Schulen in Baden-Württemberg. Im gleichen Schuljahr besuchten weitere 19.187 türkische Schüler eine berufliche Schule.

Weitere 2.992 Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit waren schließlich im Wintersemester 2007/2008 an einer Hochschule in Baden-Württemberg immatrikuliert.


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