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Festakt des Landes anlässlich des 125. Geburtstags von Theodor Heuss - Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll: Heuss war ein außergewöhnlicher Politiker und Vorkämpfer für Freiheit und Demokratie

Datum: 30.01.2009

Kurzbeschreibung: Oettinger überreicht Anerkennungsurkunde an Theodor-Heuss-Stiftung - Zustiftungen des Landes in Höhe von 600.000 Euro

„Theodor Heuss war nicht nur ein außergewöhnlicher Politiker und Parlamentarier, sondern stets Verfechter einer breit angelegten politisch-staatsbürgerlichen Bildung sowie ein Vorkämpfer für Freiheit und Demokratie.“ Dies sagten Ministerpräsident Günther H. Oettinger und der stellvertretende Ministerpräsident und Justizminister, Prof. Dr. Ulrich Goll, anlässlich des Festakts des Landes zum 125. Geburtstag des ersten Bundespräsidenten Deutschlands am Freitag  (30. Januar) in Stuttgart. „Theodor Heuss hat in großem Maße zum Gelingen des zweiten demokratischen Anfangs Deutschlands nach dem Scheitern der Weimarer Republik und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft beigetragen. Er gehört zu den Vätern des Grundgesetzes und somit zu den Urhebern der Bundesrepublik.“

Stiftung fördert vorbildliches demokratisches Verhalten

Im Rahmen des Festakts im Neuen Schloss überreichte der Ministerpräsident an den Enkel des früheren Bundespräsidenten und Vorstand der gleichnamigen Stiftung, Dr. Ludwig Theodor Heuss, die Urkunde zur Anerkennung als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts. „Die Stiftung fördert vorbildliches demokratisches Verhalten, Zivilcourage und aktive Toleranz in der Gesellschaft“, hob Oettinger hervor. Um dieser wichtigen Arbeit für die Zukunft ein noch stabileres Fundament zu geben, sei die bisherige Form eines „eingetragenen Vereins“ nun auch im rechtlich-materiellen Sinne in eine Stiftung umgewandelt worden. „Das Land Baden-Württemberg wird sich an der Stiftung maßgeblich beteiligen und in den nächsten Jahren Zustiftungen in Höhe von insgesamt 600.000 € vornehmen“, erklärte der Ministerpräsident. „Damit unterstreicht das Land die Bedeutung des Lebenswerkes von Theodor Heuss für Baden-Württemberg gerade in diesem Jubiläumsjahr und möchte auf diese Weise die Arbeit der Stiftung auch langfristig hier in Stuttgart sichern.“ Die von Hildegard Hamm-Brücher 1964 gegründete Stiftung habe ihren Sitz seit Mitte der 80er Jahre in Stuttgart. Die Verleihung des Theodor-Heuss-Preises und der Theodor-Heuss-Medaillen finde alljährlich große Resonanz in der Öffentlichkeit und in den Medien. „Auf diese Weise gelingt es, Menschen und Initiativen ins Blickfeld zu rücken, die das sind, was jede Gesellschaft braucht: Vorbilder, die sich für das Gemeinwohl einsetzen und Verantwortung übernehmen“, betonte Oettinger. Heuss habe sich ein Leben lang für eine „Bürgergesellschaft“ eingesetzt, bei der jeder einzelne Anteil am Gemeinwesen und Geschehen seiner Zeit nehme, mit Rechten und Pflichten, in Freiheit und sozialer Verantwortung.

Mitwirkung an der Landesverfassung von Württemberg-Baden

Heuss sei stets selbst ein Vorbild gewesen – zunächst als junger Wahlhelfer für Friedrich Naumann in dessen Heilbronner Wahlkreis, dann selbst über viele Jahre als liberaler Parlamentarier und Politiker und schließlich als Staatsmann in höchsten Ämtern, sagten Oettinger und Goll. Der gebürtige Brackenheimer, der in München studiert und viele Jahre seines beruflichen und politischen Wirkens in Berlin verbracht habe, sei mit seinem ganzen Wesen immer ein Süddeutscher, ein Württemberger aus dem Unterland, geblieben. Der Ministerpräsident erinnerte in diesen Zusammenhang an Heuss’ Amt als „Kultminister“ (so die damals in Württemberg-Baden noch gebräuchliche Bezeichnung für „Kultusminister“) in der ersten Landesregierung von Reinhold Maier. Er habe maßgeblich an der Landesverfassung von Württemberg-Baden mitgewirkt. Und er habe sogar als erster – schon im Jahr 1919 – den politischen Anstoß für einen anzustrebenden gemeinsamen Südweststaat gegeben. „Dass Heuss seiner Heimat tief verbunden war, zeigt nicht zuletzt seine Charakterisierung Baden-Württembergs als ’Modell deutscher Möglichkeiten’“, hoben Oettinger und Goll hervor.

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