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Auftaktveranstaltung zum Projekt "Integration gemeinsam schaffen - für eine erfolgreiche Bildungspartnerschaft mit Eltern mit Migrationshintergrund" im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg

Datum: 03.02.2009

Kurzbeschreibung: Justizminister und Integrationsbeauftragter Prof. Dr. Ulrich Goll, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung, Dieter Berg, und die Vorsitzende der Breuninger-Stiftung, Dr. Helga Breuninger: "Ein Bildungserfolg der Kinder kann ohne die aktive und bewusste Mitarbeit der Eltern nicht gelingen!"

In der Auftaktveranstaltung des Projektes „Integration gemeinsam schaffen – für eine erfolgreiche Bildungspartnerschaft mit Eltern mit Migrationshintergrund“ wurde heute der Startschuss für die Entwicklung eines Konzepts zur Förderung von Eltern mit Migrationshintergrund im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg gegeben. Das Projekt steht in gemeinsamer Verantwortung des Integrationsbeauftragten der Landesregierung, der Robert Bosch Stiftung und der Breuninger-Stiftung.

„Unser Schul- und Bildungssystem setzt auf die aktive Mitarbeit der Eltern. Unser Ziel muss es daher sein, möglichst alle Eltern zu erreichen, damit diese ihre Kinder unterstützen und begleiten und somit Teil einer Bildungspartnerschaft mit den Kindergärten und Schulen werden“, betonte der Justizminister und Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP), beim Auftakt in Stuttgart.
Eltern nähmen als Vorbilder, Erzieher und Wertevermittler eine zentrale Rolle für eine erfolgreiche persönliche und schulische Entwicklung ihrer Kinder ein. „Aus diesem Grund müssen wir Wege finden, wie wir auch sogenannte bildungsferne Eltern erreichen, informieren und für eine Mitarbeit gewinnen können“, beschreibt der Minister und Integrationsbeauftragte der Landesregierung die Ziele des Projekts.

Die Einbeziehung insbesondere von Eltern mit Migrationshintergrund erweise sich in der Praxis oft als schwierig. „Fehlende Deutschkenntnisse, mangelnde Kenntnisse über unser Bildungs- und Schulsystem, kulturelle Unterschiede, aber auch Vorurteile und Berührungsängste sowohl von Seiten der Eltern als auch von Seiten der pädagogischen Fachkräfte könnten hierfür eine Rolle spielen“, so der Integrationsbeauftragte.

Dieter Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung, sagte: „Bildung ist der Schlüssel zu erfolgreicher Integration. Wir sind überzeugt, dass Eltern eine sehr wichtige, wenn nicht die wichtigste Rolle beim Bildungserfolg ihrer Kinder spielen. Dafür sollten sie jede Unterstützung und Motivation erhalten. Wir denken, dass das gemeinsam besser, strukturierter und nachhaltiger geht als alleine.“

Im Rahmen der heutigen Auftaktveranstaltung luden die drei Projektverantwortlichen alle wichtigen, im Integrations- und Bildungsbereich tätigen Akteure des Landes zu einem „Runden Tisch“ ein. Dieser soll das Forum für die Entwicklung einer von einem breiten Konsens getragenen, nachhaltigen Projektkonzeption bieten.

„Ich habe angeregt, einen Runden Tisch einzuberufen, zu dem alle Akteure eingeladen werden, um gemeinsam zu erarbeiten, welche Lösungen wirksam sowie bezahlbar sind. Denn ich bin davon überzeugt, dass wir die vor uns liegenden Probleme lösen können, wenn es uns gelingt, unsere vorhandenen Ressourcen und Handlungsspielräume intelligent zu bündeln“, erläuterte Dr. Helga Breuninger, die Vorsitzende der Breuninger-Stiftung. Ihre Stiftung wolle dazu beitragen, dass Menschen ihre Lebenswelt gestalten, dass sie mitentscheiden, wie sie leben, lernen und arbeiten wollen. Das könnten sie nicht alleine – dazu sei eine funktionierende Bürgergesellschaft nötig.

Zu den rund 70 Teilnehmern des „Runden Tisches“ gehören der Minister für Kultus, Jugend und Sport, Helmut Rau sowie u.a. Vertreter des Innenministeriums, des Arbeits- und Sozialministeriums, des Umweltministeriums, des Städtetages, der Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Migrantenorganisationen, Eltern-, Familien- und Schülerverbänden, der Sozialverbände, der Landesstiftung, des Volkshochschulverbands, aus Schule und Wissenschaft und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. 

„Es gilt, ein nachhaltiges und wirkungsvolles Konzept zu entwickeln, um die Eltern in den Bildungsprozess ihrer Kinder gezielt einzubeziehen“, erklärten Goll, Berg und Breuninger. Genau an diesem Punkt setze das Integrationsprojekt im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie an. In mehreren Workshops ab März 2009 wollen die Projektverantwortlichen gemeinsam mit den Teilnehmern des „Runden Tisches“ den folgenden Fragen nachgehen: Welche Möglichkeiten und Wege bestehen, Eltern mit Migrationshintergrund gezielt anzusprechen und zu erreichen? Welche Eltern-Kompetenzen müssen besonders gestärkt werden um den Schulerfolg der Kinder deutlich zu erhöhen? Und welche Strukturen sowie personellen und organisatorischen Voraussetzungen sind hierzu notwendig?

„Es geht nicht darum, ein weiteres lokal begrenztes Projekt zu entwickeln. An derartigen Initiativen mangelt es nicht. Ziel ist vielmehr, aus den Erfahrungen bisheriger Maßnahmen und Projekte ein differenziertes Konzept zu erarbeiten, das die unterschiedlichen Ausgangslagen und Voraussetzungen vor Ort berücksichtigt und auch möglichst flächendeckend umgesetzt wird“, betonten die Projektverantwortlichen übereinstimmend.

In einer Abschlussveranstaltung des „Runden Tisches“, die am 18. November 2009 stattfinden wird, soll eine Aussprache über die in den Workshops entwickelte Konzeption erfolgen. Ziel ist, die gemeinsam mit allen gesellschaftlichen und staatlichen Akteuren entwickelte Projektkonzeption zu beschließen und diese als Projektempfehlung an die Nachhaltigkeitskonferenz im Jahre 2010 zu übermitteln.


Hinweise an die Redaktionen:

Fotos der Auftaktveranstaltung können Sie unter http://www.integrationsbeauftragter.de  → Pressemitteilungen → Fotos herunterladen.
Grundsätzliches über die Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg finden Sie unter: http://www.nachhaltigkeitsstrategie.de  

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