Baden-Württemberg und Österreich kooperieren beim Einsatz von internetbasierter Lernsoftware

Datum: 31.03.2009

Kurzbeschreibung: Ministerialdirektor Steindorfner: "E-Learning ist flexibel einsetzbar"

Die Justizministerien von Baden-Württemberg und Österreich setzen bei der Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch auf den Einsatz von internetbasierter Lernsoftware. Am Montag (30. März 2009) unterzeichneten der Amtschef des baden-württembergischen Justizministeriums Michael Steindorfner und der Leiter der Präsidialsektion des österreichischen Bundesjustizministeriums Dr. Wolfgang Fellner in Stuttgart eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Pflege von E-Learning-Programmen.

Fellner Steindorfner

MD Michael Steindorfner (vorne) und Dr. Wolfgang Fellner unterzeichnen in Stuttgart das Kooperationsabkommen: "E-Learning hat sich zur Erfolgsstory entwickelt"

„Vor allem unseren Rechtsreferendaren wollen wir ergänzend zum Präsenzunterricht elektronische Lernmedien zur Verfügung stellen“, sagte Steindorfner. E-Learning sichere einen guten Lernerfolg und biete die Möglichkeit, sich interaktiv mit Lerninhalten auseinander zu setzen. Die Lernzeit sei dabei viel flexibler einteilbar. Die Ausbildung der angehenden Juristen werde jedoch keineswegs ausschließlich auf die elektronische Wissensvermittlung umgestellt, so Steindorfner weiter. Mithilfe von E-Learning könne nur ein Teil des höchst anspruchsvollen Lernstoffs für die Zweite juristische Staatsprüfung abgedeckt werden. „Die Präsenzausbildung steht weiterhin im Mittelpunkt. E-Learning kann den Unterricht sinnvoll vorbereiten und ergänzen. Dann bleibt mehr Zeit für eine vertiefte Behandlung des Lernstoffs im persönlichen Gespräch mit den Ausbildern“, erklärte der Ministerialdirektor.

Dass sich die beiden Justizministerien nun für die gemeinsame Entwicklung von Lernprogrammen zusammenschließen, ist Ausfluss eines bereits seit Jahren geübten Erfahrungsaustauschs. „Strukturell und der Größe nach sind die Justizverwaltungen von Österreich und Baden-Württemberg recht gut vergleichbar. Wir konnten und können viel voneinander lernen“, betonte Steindorfner bei der Vertragsunterzeichnung. Dank der Zusammenarbeit mit Österreich müsse die baden-württembergische Justiz das Rad für die Entwicklung von E-Learning-Programmen bei der Juristenausbildung nicht neu erfinden. Österreich habe bereits eine ausgefeilte technische Plattform und ein didaktisches Konzept für E-Learning in der Juristenausbildung entwickelt. „Unsere Kollegen im österreichischen Justizministerium haben durch den jahrelangen erfolgreichen Einsatz der Lernmedien umfangreiches Know-how gesammelt, auf das wir in Baden-Württemberg im Rahmen der Kooperation zurückgreifen können. Ausbildungsinhalte, die in beiden Ländern gleich oder ähnlich sind, können wir künftig gemeinsam entwickeln. Auch die gemeinsame Pflege und technische Weiterentwicklung der Lernumgebung ist für beide Ministerien ein Vorteil“, sagte Steindorfner.

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