Der "MD" ist 60 - Seit über zehn Jahren Amtschef des Justizministeriums

Datum: 15.05.2009

Kurzbeschreibung: Goll: "Michael Steindorfner sprüht nur so vor Ideenreichtum, Tatkraft und Engagement. Auf ihn ist immer Verlass"

 

Minister Goll und MD Steindorfner

Goll gratuliert Steindorfner

Er ist der höchste Beamte der Justiz des Landes und wichtigste Berater von Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP), sein ständiger Vertreter. Er ist der Mann, der in der baden-württembergischen Justiz im Hintergrund wirkt. Als Ministerialdirektor leitet und koordiniert Michael Steindorfner seit über zehn Jahren erfolgreich und unangefochten die Administration des Justizministeriums. Am Mittwoch wurde er 60.

Im Beisein prominenter Gäste aus Justiz und Politik, die aus ganz Deutschland und Österreich am Freitag (15. Mai) zum Geburtstagsempfang nach Stuttgart gekommen waren, gratulierte und dankte Justizminister Goll seinem langjährigen Amtschef: „Michael Steindorfner gehört zu den bundesweit renommiertesten Persönlichkeiten der Justiz. Seine Kompetenz und seine umfassende Erfahrung beruhen ganz maßgebend auch auf seinem stetigen Streben, bestehende Strukturen in Frage zu stellen und nach besseren, effektiveren Lösungen zu suchen. Michael Steindorfner sprüht nur so vor Ideenreichtum und Tatkraft. Auf ihn ist immer Verlass. Sein Engagement, das er im Dienst des Landes und seiner Justiz seit Jahrzehnten erbringt, ist beispiellos. Dass er daneben noch die Zeit findet, sich als Kreisvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes in Böblingen zu engagieren, ist eigentlich kaum vorstellbar“, sagte Goll. Steindorfners Kreativität, Innovationskraft und Nachhaltigkeit habe der Minister von Anfang zu schätzen gewusst. Er kenne nicht viele, die sein Organisationsgeschick, seine Durchsetzungskraft, sein ganzes ´standing´ aufweisen könnten.

Neben der Optimierung der Organisationsstrukturen und der mit großem Erfolg eingeführten flächendeckenden EDV-Ausstattung der baden-württembergischen Justiz war und ist Steindorfner die Schaffung moderner Führungsstrukturen und die umfassende Qualifizierung der Führungskräfte ein besonderes Anliegen. Weitere Hauptziele sind bis heute die Steigerung der Bürger- und Kundenfreundlichkeit der Justiz. Ganz intensiv gestaltet und begleitet er eine der tiefgreifendsten Umwälzungen der Justiz des Landes: Den Wechsel von einer historisch gewachsenen, vielgestaltigen, vor allem staatlich geprägten Notariatsverfassung hin zu einem freien Notariat und der Konzentration von fast 700 Grundbuchämtern auf nur noch elf Standorte.

Lebenslauf

Michael Steindorfner wurde am 13. Mai 1949 in Simbach, in Bayern, geboren. Einen erheblichen Teil seiner Jugend verbrachte er in Passau. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften in Regensburg und Freiburg. 1977 trat er in den höheren Justizdienst des Landes Baden-Württemberg ein. Nach Stationen beim Landgericht Freiburg und den Amtsgerichten Waldkirch, Titisee-Neustadt und Kenzingen wurde Steindorfner im Herbst 1978 persönlicher Referent des damaligen Justizministers Dr. Heinz Eyrich. 1981 wurde ihm die Leitung der Zentralstelle übertragen. 1985 wechselte Steindorfner an die Außensenate Freiburg des OLG Karlsruhe. 1986 wurde er erneut an das Justizministerium abgeordnet und Leiter des Personalreferats für den OLG-Bezirk Karlsruhe und die Verwaltungsgerichtsbarkeit. Im Jahr 1989 wurde ihm als Nachfolger von Dr. Wilhelm Schmolz, der seinerseits die Aufgabe des Amtschefs übernommen hatte, die Leitung der gesamten Abteilung Personal, Organisation, Haushalt und EDV übertragen. 1998 vertraute Goll Steindorfner die Aufgaben des Amtschefs des Hauses an. Am 1. April 1999 erfolgte die förmliche Ernennung zum Ministerialdirektor. Steindorfner wohnt mit seiner Frau in Renningen. Er ist Vater von drei Kindern und seit kurzem stolzer Opa eines Enkeltöchterchens.

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