Alle 74 jungen Vollzugsanwärter in Landesdienst übernommen

Datum: 02.10.2009

Kurzbeschreibung: Zweimal Traumnote "sehr gut"

Nach rund zweijähriger Ausbildung haben alle 74 Absolventen des 191.-193. Abschlusslehrgangs der Justizvollzugsschule Baden-Württemberg ihre Laufbahnprüfung bestanden. Sie werden alle in den Beamtendienst übernommen und in den 17 Justizvollzugsanstalten sowie dem Justizvollzugskrankenhaus des Landes im allgemeinen Vollzugs- und Werkdienst eingesetzt. Eine Anwärterin und ein Anwärter schafften, was mehrere Jahre lang keinem Absolventen mehr gelungen war: sie erreichten die Traumnote „sehr gut“.

 In Vertretung des Amtschefs des Justizministeriums, Ministerialdirektor Michael Steindorfner, beglückwünschte Ministerialrat Oliver Weik am Mittwoch (30. September 2009) im Rahmen einer Feierstunde die frisch gebackenen Vollzugsanwärterinnen und -anwärter in Stuttgart: „Sie erwartet im Justizvollzug eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit. Sie erfüllen einen wichtigen gesetzlichen und sehr bedeutsamen gesellschaftlichen Auftrag. Denn Ihre Arbeit dient der Sicherung des Strafverfahrens, dem Schutz der Allgemeinheit und der Eingliederung der Strafgefangenen in unsere Gesellschaft. In Zusammenarbeit mit anderen staatlichen und nichtstaatlichen Stellen leisten Sie damit in Zukunft einen unverzichtbaren Beitrag zur inneren Sicherheit unseres Landes, zu unserer rechtsstaatlichen Ordnung und nicht zuletzt zur Gewährleistung des Rechtsfriedens in unserem Gemeinwesen“, so Weik.

MR Oliver Weik

Urkundenübergabe durch MR Oliver Weik

Die Aufgaben im Justizvollzug stellten große Anforderungen an die Persönlichkeit, das fachliche Können, das Engagement und Einfühlungsvermögen jedes einzelnen Bediensteten. Genauso wichtig wie für den Schutz der Allgemeinheit durch eine sichere Unterbringung der Gefangenen Sorge zu tragen, sei dabei auch die Vorbereitung der Gefangenen auf ein zukünftig straffreies Leben. „In Ihrer täglichen Arbeit mit den Gefangenen schaffen Sie dafür die Voraussetzungen. Das beste Mittel zur Vermeidung von Straftaten durch Strafgefangene ist und bleibt die Arbeit mit dem Täter“, erklärte Weik.

Der Ministerialrat dankte dem Leiter der Justizvollzugsschule des Landes, Thomas Müller, mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen an der Ausbildung beteiligten haupt- und nebenamtlichen Lehrkräften für ihr großes Engagement bei der erfolgreichen Ausbildung der Nachwuchsbeamten.

Der Vorbereitungsdienst für die Anwärter des allgemeinen Vollzugsdienstes dauert zwei Jahre, für die Anwärter des Werkdienstes 18 Monate, aufgegliedert in eine theoretische und praktische Ausbildung. Auf dem Stundenplan stehen allgemeine Vollzugspraxis, Umgang mit der Waffe, allgemeine Rechtskunde, Vollzugskunde und Vollzugsverwaltung ebenso wie Psychologie und Kommunikation, Staatsbürgerkunde, Kriminologie, Sport und Selbstverteidigung.

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