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Elterntag des Integrationsbeauftragten der Landesregierung in Kooperation mit der Stadt Ettlingen: "Bildungschancen gemeinsam schaffen!" - Eltern mit Migrationshintergrund im Mittelpunkt - Goll: "Ein Bildungserfolg der Kinder kann ohne die aktive und bewusste Mitarbeit der Eltern nicht gelingen!"

Datum: 07.11.2009

Kurzbeschreibung: „Die Bildungseinrichtungen sind auf die aktive Unterstützung der Eltern angewiesen“, betonte der Justizminister und Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP), auf dem heutigen Elterntag in Ettlingen.

„Es sind vor allem die Eltern, die ihren Kindern die notwendige Orientierung und Hilfestellung geben, die sie für ihr Leben brauchen; Erziehung ist und bleibt eine herausragende Aufgabe der Familie“, so Goll.

„Bildungschancen gemeinsam schaffen!“ war das Motto des Elterntages, den der Integrationsbeauftragte gemeinsam mit der Stadt Ettlingen organisierte. Rund 100 Eltern, aber auch Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Familienbildungsstätten und Vereinen sowie zahlreiche Migrantenselbstorganisationen folgten der Einladung in das Eichendorff-Gymnasium in Ettlingen.

„Eine gute Bildung ist der Schlüssel für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. Wenn wir allen Kindern diesen erfolgreichen Einstieg ermöglichen wollen, müssen wir uns noch viel aktiver um die Kinder mit Migrationshintergrund bemühen. Der Elterntag leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Integration und zum langfristigen beruflichen Erfolg der nächsten Generation“, freute sich Ettlingens Oberbürgermeisterin Gabriela Büssemaker über den Elterntag in Ettlingen.

Ziel des Elterntages war es, Eltern mit Migrationshintergrund über das Bildungs- und Schulsystem in Baden-Württemberg zu informieren und somit die Zusammenarbeit zwischen den Eltern und den Bildungseinrichtungen zu stärken. In vier Workshops hatten die Eltern die Gelegenheit, sich über die vorschulische Bildung und die verschiedenen Schularten in Baden-Württemberg zu informieren und konkrete Fragen zur Zusammenarbeit von Eltern und Bildungseinrichtungen zu thematisieren.

„Am Interesse der Eltern mangelt es eher selten, es mangelt vielmehr an Informationen“, so Minister Goll. Die meisten Eltern seien am Bil-dungserfolg ihrer Kinder sehr wohl interessiert, sie würden jedoch von den entsprechenden Angeboten oft nicht erreicht.

Dies spiegelt sich auch in der Bildungssituation der Kinder mit Migrationshintergrund wider. So verfügten im Jahr 2007 41 % der 25- bis 35-Jährigen mit Migrationshintergrund über einen Hauptschulabschluss, nur 28 % über die Fachhochschule- bzw. Hochschulreife. Im Gegensatz dazu erlangten 34 % der Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund den Hauptschulabschluss, 44 % das Abitur. 6 % der Personen mit Migrationshintergrund blieben ohne Abschluss, Personen ohne Migrationshintergrund waren davon nur zu 1 % betroffen.

„Ich möchte mich mit dieser Situation nicht abfinden“, betonte der Minister. „Die deutsche Sprache ist der eigentliche Schlüssel für den schulischen und somit auch gesellschaftlichen und persönlichen Erfolg jedes Einzelnen“, so Goll.

In seiner Eröffnungsrede betonte der Integrationsbeauftragte weiter, dass der schulische Erfolg der Kinder der gemeinsamen Anstrengung von Eltern, Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrerinnen und Lehrern bedarf. „Die Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen und den Eltern muss intensiviert, Berührungsängste und Vorurteile müssen abgebaut werden“, so der Minister. Schwierigkeiten würden vor allem auch dadurch entstehen, wenn den Eltern nicht bewusst ist, welchen zentralen Stellenwert die Bildung in unserem Land einnimmt bzw. wie wichtig die schulischen Leistungen für den späteren Erfolg sind. Auch sei es für viele Familien mit Migrationshintergrund nicht immer einfach, ein Gleichgewicht zwischen der Herkunftskultur und den Anforderungen der Aufnahmegesellschaft zu finden.

„Es gilt also, nachhaltige und wirkungsvolle Handlungskonzepte zu entwickeln, um die Eltern in den Bildungsprozess ihrer Kinder gezielt einzubeziehen“, so Goll. „Der Elterntag ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir alle sind gefragt, wenn es um die Zukunft unserer Kinder, um die Zukunft unserer Gesellschaft geht“, betonte der Minister.

Dies sei auch das Ziel des Projekts „Integration gemeinsam schaffen – für eine erfolgreiche Bildungspartnerschaft mit Eltern mit Migrationshintergrund“ im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg. „Die Konzeption, die am 18. November 2009 im Rahmen eines Runden Tisches aller fachlich berührten Akteure des Landes zur Abstimmung steht, sieht Maßnahmen zu einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen Eltern und Bildungseinrichtungen vor. Möglichst flächendeckende Umsetzung, Strukturveränderungen und Nachhaltigkeit und sind hier die Schlüsselwörter“, so der Integrationsbeauftragte abschließend.



Hinweis an die Redaktionen: Fotos vom Elterntag können Sie gerne telefo-nisch unter 0160/90543742 oder per Mail (christian.storr@yahoo.de) anfor-dern.

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