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PISA 2009: Bessere Bildungschancen für Kinder mit Migrationshintergrund in Deutschland - Besonderer Förderbedarf für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund - Justizminister und Integrationsbeauftragter der Landesregierung Prof Dr. Ulrich Goll (FDP): "Angesichts der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels dürfen die Potentiale von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund nicht verloren gehen!"

Datum: 07.12.2010

Kurzbeschreibung: Maßnahmen im Bereich der Deutschförderung, Bildung und Elternbeteiligung bilden daher den Schwerpunkt der baden-württembergischen Integrationspolitik

„Die Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift ist der Schlüssel zur Integration und bildet die Grundlage für den schulischen Erfolg“, betonte Goll. Als Integrationsbeauftragter habe er sich daher erfolgreich dafür eingesetzt, die neu konzipierte Einschulungsuntersuchung, die neben der Vorverlagerung des Untersuchungsalters auf das vierte Lebensjahr auch die Erhebung des Sprachstandes mit sich anschließender bedarfsgerechter Deutschförderung der Kinder vorsieht, bereits Ende des Jahres 2008 einzuführen. „Wie keine andere Maßnahme dient es der Chancengleichheit, wenn alle Kinder mit guten Deutschkenntnissen eingeschult werden“, so der Integrationsbeauftragte. Daher sei es ein wichtiger Schritt gewesen, die Deutschförderung für die Kinder seit diesem Kindergartenjahr von der Baden-Württemberg Stiftung in die Landesverantwortung zu übernehmen.


Einfluss des familiären Umfeldes auf Leistungen der Schüler groß

Die Pisa-Studie macht auch deutlich, welche zentrale Rolle die individuelle Familiensituation des einzelnen Schülers für den Bildungserfolg spielt.

Die Einbeziehung der Eltern mit Migrationshintergrund in Bildungsfragen ihrer Kinder ist eines der Tätigkeitsschwerpunkte des Integrationsbeauftragten der Landesregierung.

Um die Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen und den Eltern zu verbessern, veranstalte der Integrationsbeauftragte jährlich einen Informationstag für Eltern mit Migrationshintergrund. Den Ansatz der Elternarbeit führe auch das Projekt „Gemeinsam mit den Eltern für neue Bildungschancen“ im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg weiter. „Bildung ist der Schlüssel für eine gelungene Integration. Deshalb habe ich gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung und der Breuninger Stiftung ein Projekt mit dem Ziel gestartet, die Bildungschancen junger Migranten zu verbessern. Hier setzen wir auf die Stärkung der Erzieherrolle der Eltern“, so Goll. Hierzu sollen Eltern verstärkt über ihre Mitwirkungsmöglichkeiten informiert werden, für den Schulerfolg ihrer Kinder motiviert und für ein entsprechendes Handeln qualifiziert werden. Auch müssten pädagogische Fachkräfte und Ehrenamtliche für die Arbeit mit Eltern mit Migrationshintergrund sensibilisiert werden. Die Umsetzung der Initiative sei dem Verein „Netzwerke für Bildungspartner e.V.“ übertragen worden, der von den Projektinitiatoren eigens hierfür gegründet worden sei. Zur Finanzierung dieser Maßnahmen und ihrer Evaluation stehen für die Haushaltsjahre 2010 und 2011 insgesamt 2.050.000 Euro zur Verfügung.

Auf Initiative des Integrationsbeauftragten sei auch die Maßnahme „Bildungs-Coaches“ ins Leben gerufen worden, die mit der Reform der Lehramtsstudiengänge umgesetzt werden soll. Lehramtsstudierende sollen hier Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im Lern- und Entwicklungsprozess in einem Schulpraxissemester begleiten und fördern. So sollen die Studierenden frühzeitig den Einblick in den Schulalltag finden und lernen, die Stärken und Schwächen der Schüler zu erkennen und entsprechende Förderpläne zu erstellen.

„In der Familie werden bei den Kindern die Weichen für die Bereitschaft und Fähigkeit zum lebenslangen Lernen gestellt. Bildung beginnt somit lange vor dem ersten Kindergarten- oder Schultag“, betonte der Justizminister und Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP).

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