Amtswechsel an der Spitze der Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen - Dr. Jens-Martin Zeppernick folgt auf Dr. Klaus Gehrig

Datum: 06.10.2010

Kurzbeschreibung: Dr. Jens-Martin Zeppernick (39) ist neuer Rektor der Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen.

Der bereits bisher als Dozent an der Fachhochschule tätige Richter am Oberlandesgericht folgt Dr. Klaus Gehrig nach, der als Vorsitzender Richter ans Oberlandesgericht Karlsruhe wechselt. Der Amtschef des Justizministeriums, Ministerialdirektor Michael Steindorfner, führte Zeppernick in Vertretung von Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) am Mittwoch (6. Oktober 2010) offiziell in sein neues Amt ein.

Steindorfner dankte Gehrig für seine neunjährige Tätigkeit als Rektor der Hochschule. Er habe in seiner Amtszeit die Hochschule modernisiert und so für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bereit gemacht. Gehrig habe die internationale Vernetzung der Hochschule verstärkt und ihre technische Ausstattung auf den neuesten Stand gebracht. „Von den Möglichkeiten des e-learnings, die Schwetzingen bietet, träumt manch andere Hochschule nur,“ so Steindorfner. „Die Hochschule Schwetzingen steht nach Ihrer Amtszeit hervorragend da.“

Beim Amtsnachfolger Dr. Jens-Martin Zeppernick liege die Hochschule erneut in besten Händen, sagte der Amtschef. Zeppernick sei eine hervorragende Besetzung für das Amt des Rektors. „Sie sind ein herausragender Jurist und ein begnadeter Lehrer, der es versteht, Studierende zu begeistern“, so Steindorfner. Zeppernick sei es in seiner bisherigen Laufbahn gelungen, Wissenschaft, Lehre und die Arbeit als Staatsanwalt und Richter in beeindruckender Weise zu verbinden. „Mit Ihnen an der Spitze wird die Hochschule für Rechtspflege alle Herausforderungen der Zukunft erfolgreich meistern,“ so Steindorfner.

Lebenslauf von VRiOLG Dr. Klaus Gehrig
Geboren am 17. Juni 1957 in Heidelberg, trat Gehrig nach Studium und Referendariat im Juli 1986 beim Landgericht Heidelberg in den höheren Justizdienst des Landes Baden-Württemberg ein. Von Juli 1987 bis Ende 1993 war Gehrig im Justizministerium Baden-Württemberg tätig, zunächst im Rahmen einer Abordnung und ab Dezember 1992 als Regierungsdirektor. Im Januar 1994 wurde er zum Richter am Landgericht Heidelberg ernannt. Von März 1994 an folgte eine Abordnung an das Oberlandesgericht Karlsruhe. Im März 1995 wurde er dort Richter am Oberlandesgericht. Seit Januar 2001 leitete Gehrig die Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen als Rektor, bevor er im Februar 2010 als Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht ans OLG Karlsruhe zurückkehrte.

Lebenslauf des Rektors der Fachhochschule Dr. Jens-Martin Zeppernick
Geboren am 06. Februar 1971 in Hamburg, trat der verheiratete Vater zweier Kinder nach dem Jurastudium und Referendariat am 1. März 2001 bei der Staatsanwaltschaft Baden-Baden in den höheren Justizdienst des Landes ein. Es folgten weitere Stationen bei den Landgerichten Baden-Baden und Mannheim. Bei der Staatsanwaltschaft Mannheim erhielt Zeppernick im Jahre 2004 seine Lebenszeitstelle. Die Jahre 2004 bis 2007 verbrachte er im Justizministerium des Landes, zunächst im Rahmen einer Abordnung und ab Juni 2005 als Regierungsdirektor. Hier war er als Referent im Personalreferat für den Bezirk des OLG Karlsruhe tätig und dort unter anderem mit dem Pilotprojekt Bewährungs- und Gerichtshilfe in freier Trägerschaft betraut. 2007 wechselte Zeppernick vom Ministerium zunächst im Rahmen der Erprobungsabordnung an das Oberlandesgericht Karlsruhe. Anschließend wirkte er ab August 2008 als Dozent an der Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen, deren Leitung er nun zum 9. Juni 2010 als neuer Rektor übernommen hat.

Die Fachhochschule Schwetzingen - Hochschule für Rechtspflege ist eine sogenannte interne Fachhochschule des Landes Baden-Württemberg. Dort werden Rechtspflegeranwärterinnen und -anwärter der Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland in einem dreijährigen Studiengang zu Diplom-Rechtspflegerinnen (FH) und Diplom-Rechtspflegern (FH) ausgebildet

An der Fachhochschule Schwetzingen – Hochschule für Rechtspflege kann nur studieren, wer vorher von der zuständigen Einstellungsbehörde unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf in den Vorbereitungsdienst eingestellt wurde.

Das Studium an der Fachhochschule Schwetzingen ist eng verflochten mit praktischen Ausbildungsabschnitten bei verschiedenen Justizbehörden. Durch diese Kombination aus Theorie und Praxis können sich die Studierenden optimal auf das Berufsleben vorbereiten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.fh-schwetzingen.de

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