Justizministerium öffnet seine Tore für Bürgerinnen und Bürger - Tag der offenen Tür am 16. Juli 2010 - Goll: "Unsere Justiz ist eine Justiz zum Anfassen"

Datum: 16.07.2010

Kurzbeschreibung: Am heutigen Tag der offenen Tür präsentierte Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) im Rahmen der "Woche der Justiz" den Bürgerinnen und Bürgern sein Ministerium.

Die Tore des für die Öffentlichkeit sonst nicht zugänglichen Prinzenbaus am Schillerplatz im Herzen der Landeshauptstadt standen einen Tag lang allen Interessierten offen.

In seiner Begrüßungsrede betonte Goll die Bedeutung der Justiz für die Demokratie. „Es ist eine Errungenschaft des Rechtsstaats, dass Gerichte öffentlich tagen, und dass jedermann auch gegen den Staat den Rechtsweg beschreiten kann. In unserer Demokratie ist die Justiz keine Geheimsache und findet nicht hinter verschlossenen Türen statt. Unsere Justiz ist eine Justiz zum Anfassen“, erklärte der Justizminister. Es müsse nicht sein, dass die Bürgerinnen und Bürger Berührungsängste im Umgang mit der Justiz hätten, so der Minister. Diese sei dafür da, den Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen.

Im Justizministerium wurde den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm geboten. Wer wollte, konnte sich in eine eigens aufgebaute Gefängniszelle sperren lassen, das Muster einer elektronische Fußfessel in die Hand nehmen oder einen Blick in das Büro des Justizministers werfen. Für die kleinen Gäste wurde die „2. Justiz-Kinderolympiade“ in Disziplinen wie Dosenwerfen, Holzklötzestapeln und Brezelschnappen ausgerichtet. Die Besucher konnten über eine Videokonferenzanlage einer Zeugenvernehmung und mehreren Liveschaltungen in Gerichtssäle zusehen. Ferner bestand für die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich an zahlreichen Informationsständen zu Themen wie Vorsorgevollmacht, Schöffenamt oder Jugendstrafrecht ein eigenes Bild zu machen. Professor Dr. Heinz-Dieter Wehner hielt einen Vortrag über Untersuchungsmöglichkeiten von Spuren an Tatorten. Der Historiker Harald Schukraft referierte über die Geschichte und amüsante Geschichten aus 400 Jahren Prinzenbau. Auf dem Schillerplatz vor dem Ministerium stand ein Gefangenentransportbus zur Besichtigung durch die Bürger bereit. Das Vollzugliche Arbeitswesen (VAW) stellte im Erdgeschoss seine Produktpalette vor und bot eine Probe eigenen Weins und Häppchen ebenfalls aus eigener Produktion an. Bei einem Justizquiz mit kniffligen Fragen rund um die Justiz wurden als Preise Produkte des VAW vergeben.

Der Minister dankte den Mitarbeitern des Hauses sowie allen etwa 18.000 Beschäftigten der Justiz des Landes für ihr Engagement. „Die hervorragenden Leistungen der baden-württembergischen Justiz sind nur durch den täglichen persönlichen Einsatz jedes einzelnen unserer Mitarbeiter möglich“, so Goll. Auch die Woche der Justiz mit ihrem gehaltvollen Programm wäre ohne die Anstrengungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort nicht denkbar gewesen, lobte Goll abschließend.

Die Woche der Justiz dauert noch bis zum morgigen Samstag, den 17. Juli 2010. Weitere Informationen gibt es unter www.woche-der-justiz.de.


Das Justizministerium Baden-Württemberg vertritt die Belange der Justiz innerhalb der Landesregierung und gegenüber dem Parlament. Obwohl es mit rund 190 Beschäftigten das kleinste Ressort der Landesregierung ist, kommt ihm damit eine wichtige Bedeutung zu. An der Spitze des Ministeriums steht neben Minister Goll der Amtschef und damit höchste Justizbeamte des Landes, Ministerialdirektor Michael Steindorfner.

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