Zwei neue Erfassungszentren für die Digitalisierung von Grundbüchern eröffnet - Neue Standorte Heilbronn und Villingen-Schwenningen

Datum: 05.07.2010

Kurzbeschreibung: Goll: "Die Zentren helfen dabei, die Grundbücher in Baden-Württemberg zukunftssicher zu machen"

Die Digitalisierung der Grundbücher im Land kommt weiter voran. Am 1. Juli 2010 wurden bei den Amtsgerichten Heilbronn und Villingen-Schwenningen zwei weitere Erfassungszentren eröffnet, in denen Papiergrundbücher digitalisiert werden können. Damit verfügt das Land nunmehr über drei derartige Zentren. Bereits im Januar 2009 war das erste Erfassungszentrum beim Amtsgericht Stuttgart in Betrieb genommen worden, zunächst im Rahmen eines Pilotversuchs und seit 2010 im Regelbetrieb. „Die Erfahrungen mit dem Pilotversuch waren sehr positiv“, erklärte Justizminister Ulrich Goll (FDP) dazu heute in Stuttgart. Um die Digitalisierungsleistung nochmals zu steigern, erfolge nun die Eröffnung der zusätzlichen Zentren in Heilbronn und Villingen-Schwenningen. Jeweils 33 Beschäftigte kümmern sich in den neuen Erfassungszentren um die Übertragung der Grundbücher.

Bereits 79 Prozent der Grundbücher in Württemberg digitalisiert
„Die Zentren helfen dabei, die Grundbücher in Baden-Württemberg zukunftssicher zu machen“, erläuterte der Justizminister. Das Papiergrundbuch sei nicht mehr zeitgemäß. Im Zeitraum von 2012 bis 2018 würden alle derzeit bestehenden 665 Grundbuchämter des Landes an elf Standorten zentralisiert. Bis dahin müssten die Grundbücher digitalisiert vorliegen. Zur Zeit seien bereits etwa 79 Prozent der Grundbücher im württembergischen Landesteil digital erfasst und in ganz Baden-Württemberg rund 69 Prozent. „Wir sprechen von landesweit über 4 Millionen digitalen Grundbüchern. Das ist eine beachtliche Leistung“, lobte Goll. Die Mitarbeiter müssten die seit über 100 Jahren geführten Grundbücher mit ihren vielen, zum Teil schon überholten Eintragungen entschlacken und ausschließlich die heute noch aktuellen Rechte und Belastungen übertragen. Das erfordere rechtliches Verständnis und zum Teil auch die Fähigkeit, die altdeutsche Sütterlinschrift zu lesen.

Pünktlicher Start der neuen Zentren
Die Einrichtung der weiteren Erfassungszentren sei im Rahmen des Projekts „Digitalisierung Grundbuch Baden und Württemberg“ in enger Zusammenarbeit mit den beiden Oberlandesgerichten Stuttgart und Karlsruhe, den Amtsgerichten Heilbronn und Villingen-Schwenningen sowie den Gemeinsamen DV-Stellen Justiz bei den Oberlandesgerichten Stuttgart und Karlsruhe erfolgt, so Goll. „Ich freue mich sehr darüber, dass die Eröffnung der beiden weiteren Erfassungsstellen pünktlich erfolgen konnte“, sagte Goll.

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