Dr. Uwe Schlosser ist neuer Generalstaatsanwalt in Karlsruhe - Goll: "Dieses anspruchsvolle und exponierte Führungsamt liegt erneut in guten Händen"

Datum: 25.01.2010

Kurzbeschreibung: Dr. Uwe Schlosser (55) ist neuer Chef der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe.

Dr. Uwe Schlosser (55) ist neuer Chef der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe. Er folgt Dr. Christine Hügel nach, die im September 2009 zur Präsidentin des Oberlandesgerichts Karlsruhe ernannt wurde. Baden-Württembergs Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) dankte Hügel nochmals für ihre hervorragende Arbeit als Generalstaatsanwältin und begrüßte am Montag (25. Januar 2010) bei der offiziellen Amtseinführung in Ettlingen den neuen Mann an der Spitze der badischen Staatsanwaltschaften.

Dr. Schlosser      Prof. Dr. Goll und Dr. Schlosser

„Das Amt des Generalstaatsanwalts bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe ist eines der anspruchsvollsten und exponiertesten Führungsämter unserer Justiz im Land, für das wir wiederum eine Persönlichkeit mit Profil gewinnen konnten. Bei Dr. Schlosser liegt die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe erneut in guten Händen“, sagte Goll. Schlosser sei ein in allen Bereichen staatsanwaltschaftlichen Handelns bestens ausgewiesener Fachmann, der über einen immensen strafrechtlichen Erfahrungsschatz verfüge und sich bereits viele Jahre als Behördenleiter bewährt habe, so der Minister weiter. Schlosser werde seine neuen Aufgaben genauso angehen, wie er die vielen beruflichen Herausforderungen in seiner Laufbahn bisher gemeistert habe: mit der ihm eigenen freundlichen und unaufgeregten Nachdrücklichkeit, die diesem Amt gut zu Gesicht stehe, erklärte der Minister.

Lebenslauf Generalstaatsanwalt Dr. Uwe Schlosser

Geboren am 11. Oktober 1954 in Heilbronn, studierte Schlosser Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg. Nach seiner Dissertation zum Thema „Beraterverträge von Abgeordneten“ und dem Referendariat trat er am 15. August 1984 beim Landgericht Heilbronn als Assessor in den Justizdienst des Landes ein. Es folgte eine Station beim Amtsgericht Heilbronn, bevor Schlosser 1987 seine erste Planstelle als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn erhielt. Im November 1988 wurde er für ein Jahr an die Justizvollzugsanstalt Heilbronn abgeordnet, um seine nachfolgende Verwendung als Referent im Justizministerium in der für den Strafvollzug zuständigen Abteilung vorzubereiten. In den folgenden fünf Jahren im Ministerium in Stuttgart entwickelte Schlosser sich rasch zu einem gefragten Experten für den Datenschutz im Strafvollzug und für den Strafvollzug an ausländischen Gefangenen.

Ende 1993 ging Schlosser im Rahmen der sogenannten „Sachsenhilfe“ nach Dresden, wo er für rund ein Jahr als Referent bei der dortigen Generalstaatsanwaltschaft tätig war und beim Aufbau der Justiz in der ehemaligen DDR mitwirkte. Er übte unter teilweise noch provisorischen Bedingungen die Dienstaufsicht über mehrere Staatsanwaltschaften aus. Außerdem war er Geheimschutzbeauftragter und leitete zugleich die Zentralstelle zur Bekämpfung gewaltverherrlichender Schriften. 1994 wurde Schlosser mit der Leitung der Staatsanwaltschaft Görlitz beauftragt. Ende 1994 kam er zur Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart zurück. Dort war er für die Modernisierung der Aufbau- und Ablauforganisation der Staatsanwaltschaften mitverantwortlich. Als Oberstaatsanwalt und Abteilungsleiter kehrte Schlosser nach insgesamt fast siebenjähriger Abordnungszeit im Alter von nur 40 Jahren zur Staatsanwaltschaft Heilbronn zurück. Dort war er zunächst Leiter der Jugendabteilung und ab 1999 stellvertretender Behördenleiter.

Im November 2001 wurde Schlosser schließlich die Leitung der Staatsanwaltschaft Ellwangen anvertraut, bevor er nun zum Generalstaatsanwalt der badischen Staatsanwaltschaften ernannt wurde.


Fußleiste