Amtswechsel an der Spitze des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg in Stuttgart - Dr. Eberhard Natter folgt auf Prof. Dr. Johannes Peter Francken

Datum: 14.02.2011

Kurzbeschreibung: Dr. Eberhard Natter (54) ist neuer Präsident des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg.

Der bisherige Vizepräsident des Landesarbeitsgericht folgt Prof. Dr. Johannes Peter Francken nach, der von Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) nach fast zehn Jahren an der Spitze des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg in den gesetzlichen Ruhestand verabschiedet wurde.

PräsLAG a.D. Prof. Dr. Johannes Peter Francken, Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll, PräsLAG Dr. Eberhard Natter

v.l.n.r.: PräsLAG a.D. Prof. Dr. Johannes Peter Francken, Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll, PräsLAG Dr. Eberhard Natter

Goll dankte dem scheidenden Präsidenten des Landesarbeitsgerichts am Montag (14. Februar 2011) bei der offiziellen Amtsübergabe im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart für seine herausragenden Leistungen als Präsident des Landesarbeitsgerichts und seine Verdienste in der baden-württembergischen Justiz. Francken könne mit Stolz auf seine beeindruckende berufliche Laufbahn zurückblicken, die höchsten Respekt verdiene. „Sie waren ein Glücksfall für die Arbeitsgerichtsbarkeit und die Justiz in Baden-Württemberg“, lobte Goll. „Sie haben als begeisterter Sportler auch das Team ‚Arbeitsgerichtsbarkeit‘ erfolgreich und sicher durch manche turbulente Zeit geführt. Die hohe Leistungsfähigkeit der Arbeitsgerichtsbarkeit insgesamt hat auch mit Ihrer umsichtigen und tatkräftigen Führungsarbeit zu tun“, sagte der Minister. Francken könne in dem Bewusstsein, das Landesarbeitsgericht und die Arbeitsgerichtsbarkeit im Land in einem exzellenten Zustand zu hinterlassen, in den wohlverdienten Ruhestand eintreten.

Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll

Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll

Bei Franckens Nachfolger Dr. Eberhard Natter liege das Landesarbeitsgericht wiederum in sehr guten Händen, sagte der Minister. Natter sei eine vorzügliche Besetzung für die Position und ein idealer Nachfolger an der Spitze des Landesarbeitsgerichts. „Ich bin überzeugt, dass Sie das Landesarbeitsgericht erfolgreich in die Zukunft führen werden. Ihre Ernennung ist die logische und verdiente Konsequenz Ihrer bisherigen erfolgreichen Laufbahn in der Arbeitsgerichtsbarkeit. Ich bin sicher, dass Sie Ihre Erfahrung und Ihre Fähigkeiten als Führungspersönlichkeit auch in Ihrer neuen Position zum Nutzen der Arbeitsgerichtsbarkeit einsetzen werden“, so Goll. Natter verfüge über die Eigenschaften, die man sich bei einer Führungskraft wünsche, nämlich Motivationskraft und Einfühlungsvermögen, gepaart mit Kommunikationstalent und Organisationsgeschick. „Sie sind für Ihre verantwortungsvolle neue Aufgabe deshalb bestens gerüstet. Ich wünsche Ihnen für Ihre Tätigkeit allen erdenklichen Erfolg “, sagte Goll.

Amtsübergabe im Weißen Saal des Neuen Schlosses

Lebenslauf PräsLAG a.D. Prof. Dr. Johannes Peter Francken
Geboren am 12. Oktober 1948 in Mönchengladbach, trat der verheiratete Vater dreier Kinder nach dem Jurastudium und Referendariat in Freiburg am 31. März 1977 als Assessor in den Justizdienst des Landes Baden-Württemberg ein. Er verbrachte seine Assessorenjahre bei den Arbeitsgerichten Stuttgart, Heilbronn und Freiburg. In Freiburg erhielt er im Jahre 1980 seine Planstelle als Richter am Arbeitsgericht. Von April bis August 1987 war Francken zur Erprobung an das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg abgeordnet, wo er im Mai 1990 zum Vorsitzenden Richter am Landesarbeitsgericht ernannt wurde. Am 1. April 2001 wurde Francken dann zum Präsidenten des Landesarbeitsgerichts berufen und im Jahr 2004 zum Honorarprofessor an der Universität Freiburg ernannt. An der Spitze des Landesarbeitsgerichts stand er bis zu seinem Eintritt in den gesetzlichen Ruhestand Ende Oktober 2010.

Lebenslauf PräsLAG Dr. Eberhard Natter
Geboren am 26. November 1956 in Stuttgart, war Natter nach seiner Juristenausbildung zunächst ab 1986 als Referent im Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Bonn tätig. 1990 war er für ein Jahr als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesarbeitsgericht abgeordnet, von wo aus er zunächst in das baden-württembergische Sozialministerium wechselte. Am 1. November 1991 trat Natter am Arbeitsgericht Stuttgart in den Justizdienst des Landes Baden-Württemberg ein. Im September 1992 wurde er zum auf Lebenszeit zum Richter am Arbeitsgericht Stuttgart ernannt. Im Januar 1995 wechselte Natter ans Arbeitsgericht Karlsruhe, wo er im November 1995 zum ständigen Vertreter des Arbeitsgerichtsdirektors und im Juli 1998 zum Direktor des Arbeitsgerichts befördert wurde. Von September 1999 bis Ende Februar 2000 war Natter an das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg abgeordnet, wo er zum Februar 2002 zum Vorsitzenden Richter am Landesarbeitsgericht ernannt wurde. Am 8. Oktober 2002 wurde Natter Vizepräsident des Landesarbeitsgerichts und zum 28. Dezember 2010 neuer Präsident des Landesarbeitsgerichts.

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