Spatenstich für das neue Torwachgebäude der Justizvollzugsanstalt Mannheim

Datum: 13.12.2013

Kurzbeschreibung: Justizminister Rainer Stickelberger: „Der Neubau wird die Sicherheit erhöhen, die Arbeitsabläufe optimieren sowie die Warte- und Kontrollzeiten verkürzen“

Die größte Justizvollzugsanstalt (JVA) in Baden-Württemberg erhält ein neues Torwachgebäude. „Durch den Neubau werden die Zugänge zur JVA Mannheim an einem Standort zusammengefasst“, sagte Justizminister Rainer Stickelberger beim Spatenstich am Freitag (13. Dezember 2013) in Mannheim: „Das wird die Sicherheit erhöhen, die Arbeitsabläufe optimieren sowie die Warte- und Kontrollzeiten verkürzen.“ Es sei vorgesehen, dass das neue Gebäude Ende des Jahres 2015 in Betrieb genommen wird.

Bislang verfügt die JVA Mannheim über zwei Zufahrten: die Torwache, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand und im Laufe der Jahre den wachsenden Anforderungen angepasst wurde, und eine Zufahrt zum Werkhof aus den 1960er-Jahren. Im Neubau werden sich neben dem sogenannten Torwachraum noch Technikräume sowie Umkleide- und Sanitärräume für die Bediensteten befinden.

Laut Justizminister Stickelberger ist es nicht allein in Mannheim das Ziel, den Einrichtungen des Justizvollzugs eine Struktur für die Zukunft zu geben. Denn viele Justizvollzugsanstalten im Land seien klein, veraltet und im Unterhalt sehr kostenintensiv. Daher würden größere Einrichtungen weiterentwickelt. Als Beispiele nannte er die JVA Stuttgart und die JVA Heilbronn, wo derzeit neue Hafthäuser entstehen. Im Gegenzug sei dann die Schließung von kleineren und veralteten Einrichtungen möglich.

Weitere Informationen:

Mit 691 Haftplätzen allein in der Hauptanstalt ist die JVA Mannheim die größte Haftanstalt in Baden-Württemberg. Dazu kommen weitere Haftplätze in der Außenstelle Heidelberg, im offenen Vollzug sowie in der Abteilung für Abschiebehaft.

Das Hauptgebäude wurde in den Jahren 1905 bis 1918 in panoptischer Bauweise errichtet. In den 1960er-Jahren entstand das Werkhofgebäude, in den 1980er-Jahren folgten die offene Abteilung Herrenried, ein neues Wirtschaftsgebäude und eine Sporthalle.

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