Absolventinnen und Absolventen des Zweiten juristischen Staatsexamens feiern ihren Abschluss

Datum: 16.05.2014

Kurzbeschreibung: Justizminister Rainer Stickelberger: „Mit Ausdauer, Fleiß und Disziplin haben 344 Juristinnen und Juristen ihr Ziel erreicht. Nun können sie das Erlernte in der Praxis umsetzen“

344 Frauen und Männer haben im Frühjahr in Baden-Württemberg das Zweite juristische Staatsexamen erfolgreich abgeschlossen. Während einer Feierstunde an diesem Freitag (16. Mai 2014) in Stuttgart gratulierte Justizminister Rainer Stickelberger den frisch gebackenen Absolventinnen und Absolventen: „Mit Ausdauer, Fleiß und Disziplin haben sie ihr Ziel erreicht“, sagte er. „Sie sind am Gipfel der juristischen Ausbildung angelangt und können stolz auf ihre Leistung sein.“ Im weiteren Berufsalltag gehe es nun darum, das Erlernte in der Praxis umzusetzen. Dafür seien die Absolventinnen und Absolventen während ihrer Ausbildung hervorragend vorbereitet worden.

Examen Frühjahr 2014

Grund zum Feiern hatten alle 344 Absolventen und Absolventinnen der Zweiten juristischen Staatsprüfung im Frühjahr 2014. Die drei Examensbesten, Dr. Christian Schmollinger (li.), Christian Klein-Wiele und Sandra Maria Braun erhielten von Justizminister Rainer Stickelberger eine Ehrenurkunde und eine Radierung des Zeichners Philipp Heinisch.




Unter anderem hätten sie während des Referendariats Eindrücke von den verschiedenen juristischen Berufsfeldern sammeln können, so der Minister. „Damit sollten die Referendarinnen und Referendare in die Lage versetzt werden, die Arbeitsweisen und die praktischen Anforderungen der jeweiligen Stellen kennenzulernen.“ Bei Gerichten und Staatsanwaltschaften, in Verwaltungen und Rechtsanwaltskanzleien hätten sie bereits einige Herausforderungen meistern müssen. „Neben der Erarbeitung von Entwürfen gerichtlicher Entscheidungen, staatsanwaltschaftlicher Abschlussverfügungen sowie von Anwaltsschriftsätzen haben sie im Zivilprozess eine mündliche Verhandlung durchgeführt oder als Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft an einer Hauptverhandlung im Strafprozess teilgenommen“, berichtete Stickelberger: „Je nach eigenen Stärken und Neigungen haben sie die Stationen als reizvoll oder weniger interessant empfunden und dabei eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Berufswahl erhalten.“ Für die Zukunft wünschte der Minister den Absolventinnen und Absolventen alles Gute.

Weitere Informationen:

An der Prüfung zum Zweiten juristischen Staatsexamen haben insgesamt 370 Kandidatinnen und Kandidaten teilgenommen, 344 schlossen den schriftlichen Prüfungsteil im Dezember 2013 sowie die mündliche Prüfung im April dieses Jahres erfolgreich ab. Dabei fiel der schriftliche Teil mit einer Durchschnittspunktzahl von 6,49 Punkten (auf einer Punkteskala von 0 für „ungenügend“ bis 18 für „sehr gut“) überdurchschnittlich gut aus. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre wurde lediglich einmal eine höhere durchschnittliche Punktzahl erreicht, das war im Herbst 2011 (damals lag die Durchschnittspunktzahl bei 6,65).

Von den 344 Absolventinnen und Absolventen erreichten sechs die Notenstufe „gut“, 75 von ihnen schlossen mit der Notenstufe „vollbefriedigend“ ab. 134 der Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer erzielten die Note „befriedigend“, 112 bestanden das Zweite juristische Staatsexamen mit der Note „ausreichend“. 26 Kandidatinnen und Kandidaten haben die Prüfung nicht bestanden. Die Quote derjenigen, die nicht bestanden haben, liegt damit bei 7,4 Prozent. Das ist deutlich unter dem Bundesdurchschnitt der vergangenen Jahre von 16 Prozent.

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