Justiz bietet künftig auch in Karlsruhe Betreuungsplätze für Kinder von Justizbeschäftigten an

Datum: 07.03.2016

Kurzbeschreibung: Justizminister Stickelberger: „Flexibles Betreuungsangebot vor Ort ist konkreter Beitrag für gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ - Kooperation mit Stadt Karlsruhe und Evangelischer Kirche

Für die Kinder von Beschäftigten der Justiz stehen künftig auch in Karlsruhe Betreuungsplätze zur Verfügung. In Kooperation mit der Stadt Karlsruhe und der Evangelischen Kirche schafft das Land zehn Plätze für die Betreuung vorzugsweise von Kleinkindern unter drei Jahren in der evangelischen Kindertagesstätte „Dietrich Bonhoeffer“. Deren Erweiterung plant die Evangelische Kirche im Juni 2016 nach dem Umzug in einen Neubau in der Belfortstraße im Karlsruher Zentrum.

 

„Eine funktionierende Kinderbetreuung ist der Schlüssel für die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ein moderner Arbeitgeber lässt die Eltern hier nicht alleine, sondern leistet konkrete Hilfestellungen. Gemeinsam mit den Personalvertretungen hat das Land bereits über 200 Ganztagesbetreuungsplätze in acht Städten für den Nachwuchs der Justizbeschäftigten geschaffen. Ich freue mich sehr, dass nun auch in Karlsruhe die jungen Väter und Mütter ein zentral gelegenes, flexibles Betreuungsangebot vorfinden, um im Interesse ihrer Kinder berufliche Tätigkeit und Familienleben ein Stück besser miteinander arrangieren zu können“, sagte Justizminister Rainer Stickelberger am Montag (7. März 2016) in Stuttgart.

 

„Der Ausbau der Ganztagesbetreuung hat in Karlsruhe seit Jahren einen hohen Stellenwert, gerade für Kinder unter drei Jahren", unterstreicht Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. „Auch durch die aufgestockte Landesfinanzierung über den Pakt für Familien konnten wir unsere selbst gesteckten Ziele übertreffen und erreichen eine Versorgungsquote von über 45 Prozent. Ich freue mich ganz besonders, dass künftig auch Kinder von Beschäftigten der Justiz von diesem hochwertigen Angebot profitieren können."

 

Die evangelische Kirche freut sich über die Partnerschaft mit der Justiz. „Es ist wichtig, Familien in Karlsruhe konkret zu unterstützen", sagt der evangelische Dekan Thomas Schalla.  „Die Kooperation mit der Justiz gibt den Mitarbeitenden und der Kindertagesstätte eine verlässliche Perspektive. Die Evangelische Kirche leistet damit auch einen Beitrag zu einer familienfreundlichen Stadt und einem attraktiven Wirtschaftsstandort“,  so der Dekan weiter. Die Evangelische Kirche in Karlsruhe hat kürzlich ihre Trägerkonzeption verabschiedet. Die Kindertagesstätten werden darin als ein wesentliches Merkmal der evangelischen Kirche in Karlsruhe gewürdigt.

 

Der Stadt Karlsruhe als zuständiger Sozial- und Jugendbehörde und der Evangelischen Kirche sprach Minister Stickelberger seinen Dank aus. „Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hat unser Anliegen von Anfang an sehr aufgeschlossen begleitet und konstruktiv unterstützt. Mit der Evangelischen Kirche haben wir einen zuverlässigen Partner gefunden, der große Erfahrungen bei der Organisation von Kindertagesstätten mitbringt. Für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanke ich mich herzlich“, so Minister Stickelberger. Auch dem Präsidenten des Oberlandesgerichts Karlsruhe Alexander Riedel dankte Stickelberger. „Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat früh den Bedarf an einer Betreuungseinrichtung für die Kinder von Justizbeschäftigten in Karlsruhe erkannt und gemeinsam mit dem Justizministerium beharrlich nach geeigneten Kooperationspartnern gesucht. Diese Mühen haben sich nun ausgezahlt“, so Stickelberger.   

 

Der Kooperationsvertrag soll noch im März nach Zustimmung des Stadtkirchenrats unterzeichnet werden. An den Kosten für die neue Kindertageseinrichtung beteiligt sich das Land mit einem Investitionszuschuss in Höhe von 200.000 Euro, den die Regierungsfraktionen durch einen Änderungsantrag zum Haushalt bereitgestellt haben. Ausdrücklich dankte Justizminister Stickelberger den lokalen Landtagsabgeordneten Anneke Graner und Johannes Stober, die mit großem persönlichen Engagement das Vorhaben von Anfang an unterstützt hätten.

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