EDV-Fachanwendung für elektronisches Grundbuch wird weiterentwickelt

Datum: 06.07.2016

Kurzbeschreibung: Ministerialdirektor Elmar Steinbacher: „Gerade für die Bürgerinnen und Bürger bringt das elektronische Grundbuch einen echten Mehrwert“ - Bereits 96% der baden-württembergischen Grundbücher digitalisiert

Das elektronische Grundbuch in Baden-Württemberg wird weiterentwickelt. Das Ministerium der Justiz und für Europa hat am Mittwoch (6. Juli 2016) den Dienstleister T-Systems mit der Betreuung und Weiterentwicklung der entsprechenden EDV-Fachanwendung beauftragt. Im elektronischen Grundbuch werden sämtliche Vorgänge digital bearbeitet. Benötigen Behörden, Gerichte oder Dritte mit einem berechtigten Interesse (beispielsweise Kreditinstitute oder Bausparkassen) Grundbuchdaten, rufen sie diese einfach und sicher elektronisch ab.

Der Ministerialdirektor des Ministeriums der Justiz und für Europa Elmar Steinbacher wies auf die zentralen Vorteile des vollelektronischen Grundbuchs gerade für die Bürgerinnen und Bürger hin: „Der schnelle papierlose Abruf von Daten beschleunigt die Bearbeitungszeit enorm. Gerade bei der grundbuchrechtlichen Abwicklung des Kaufs eines Grundstücks, der entsprechenden Finanzierung und der Eintragung von Vormerkungen, Sicherungsrechten und Eigentum bietet das elektronische Grundbuch einen echten Mehrwert“. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Fachanwendung „FOLIA/EGB“ gehe es nun darum, das elektronische Grundbuch noch nutzerfreundlicher zu machen. „Die in den Grundbuchämtern eingesetzte Software und das Auskunftssystem im Internet sollen durch klare Funktionen noch einfacher handhabbar sein. Außerdem werden die von den Notaren elektronisch mitgeteilten Antragsdaten künftig automatisiert in die Sachbearbeitung übernommen. Dies bringt eine noch schnellere und einfachere Bearbeitung der Vorgänge mit sich. Mit der Firma T-Systems haben wir hier einen erfahrenen Partner mit hohem Entwicklungs-Know-How an unserer Seite“, so Ministerialdirektor Steinbacher.  

 

Weitere Informationen:

 

Mit der Reform des Grundbuchwesens in Baden-Württemberg werden die bislang über 650 staatlichen und kommunalen Grundbuchämter entsprechend der

im übrigen Bundesgebiet üblichen Struktur in ausgewählte Amtsgerichte eingegliedert. An insgesamt 13 zentralen Standorten werden die Grundbücher und Grundakten künftig ausschließlich elektronisch geführt. Die bestehenden Akten aus Papier werden im Grundbuchzentralarchiv in Kornwestheim aufbewahrt und können von den Grundbuchämtern entliehen werden, wenn in Einzelfällen auf alte Dokumente zugegriffen werden muss. Die Umsetzung der Reform erfolgt stufenweise bis Ende 2017. Aktuell liegen bereits 96% aller Grundbücher in Baden-Württemberg elektronisch vor.



Bild: Elmar Steinbacher, Ministerialdirektor im Ministerium der Justiz und für Europa Baden-Württemberg (links), und Jürgen Schulz, Leiter Public Sector T-Systems nach der Vertragsunterzeichnung.


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