Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf bei Einweihung der Evangelischen Kindertageseinrichtung „Dietrich Bonhoeffer“ in Karlsruhe

Datum: 07.10.2016

Kurzbeschreibung: Wolf: „Ein weiterer Meilenstein in unserem landesweiten Bemühen um justiznahe Kinderbetreuungsplätze.“ - Der Justiz stehen 10 Plätze zur Verfügung

Der baden-württembergische Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf, hat am Freitag (7. Oktober 2016) in Karlsruhe gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, und dem Dekan der Evangelischen Kirche Karlsruhe, Dr. Thomas Schalla, die Evangelische Kindertageseinrichtung „Dietrich Bonhoeffer“ in Karlsruhe eingeweiht. Für die Kinder von Justizmitarbeiterinnen und -Mitarbeitern in Karlsruhe stehen seit September bis zu 10 Betreuungsplätze zur Verfügung. Dies ermöglicht eine Kooperation mit der Stadt Karlsruhe und der Evangelischen Kirche. Das Land hat sich an den Kosten für die Einrichtung mit einem Investitionszuschuss in Höhe von 200.000 Euro beteiligt.

 

Minister Wolf sagte: „Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist groß, nicht nur in einer Stadt von der Größe Karlsruhes. Deshalb hat es sich die Justiz zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Betreuungsplätze für Justizangehörige in Kindertageseinrichtungen zu erhöhen. Dabei sehe ich das Land auch und gerade in seiner Eigenschaft als Arbeitgeber in der Pflicht, mit gutem Beispiel voranzugehen. Allein im Justizressort sind wir Arbeitgeber für fast 20.000 Landesbedienstete.“



Der Minister führte weiter aus: „Die Einweihung heute ist nicht allein der erfolgreiche Abschluss eines Einzelprojekts, sondern auch ein weiterer Meilenstein in unserem landesweiten Bemühen um justiznahe Kinderbetreuungsplätze. In Stuttgart verfügen wir bereits über zwei Kindertagesstätten, eine davon in Kooperation mit dem Ministerium für Finanzen, mit insgesamt 105 Krippen- und Kindergartenplätzen. In Tübingen sind es 20 Plätze, 5 in Rottweil, 25 in Bruchsal, 20 in Freiburg, 20 in Heilbronn und 30 in Mannheim. 11 Plätze sollen in Heidelberg geschaffen werden.“

 

Wolf sprach der Stadt Karlsruhe als zuständiger Sozial- und Jugendbehörde Dank aus: „Herr Oberbürgermeister Dr. Mentrup, ich danke Ihnen sehr für die Bereitschaft, die Betreuung für Kinder von Justizangehörigen in Karlsruhe zu unterstützen.“

 

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in Karlsruhe seit vielen Jahren ein zentrales Ziel von Politik und Verwaltung. Dazu bauen wir stetig unsere Betreuungsangebote für Kinder aller Altersgruppen aus und legen Wert auf die Weiterentwicklung pädagogischer Konzepte“, betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. „Dabei ist es uns in der ‚Residenz des Rechts‘ natürlich ein besonderes Anliegen gewesen, auch für die Kinder der Justiz-Angehörigen des Landes Baden-Württemberg ein Betreuungsangebot zu schaffen.“ Die zehn Belegplätze in der evangelischen Kita „Dietrich Bonhoeffer“ stellten ein „Novum für Karlsruhe“ dar, so Mentrup. Denn neben der Betriebskita der Stadt Karlsruhe selbst seien dies die ersten Belegrechte für den öffentlichen Dienst. Bisher wurden Belegplätze ausschließlich von Wirtschaftsunternehmen angeboten.

 

Dekan Dr. Thomas Schalla unterstrich die Bedeutung christlicher Werte für die Gestaltung der Gesellschaft und bezeichnete die Kooperation mit den Justizbehörden „als ein gelungenes Beispiel der gemeinsamen Verantwortung für die Entwicklung des Zusammenlebens in unserer Stadt“.

 

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