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Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf eröffnet in Bad Rappenau erste Regionalkonferenz zur Vorstellung des Gutachtens „Fortentwicklung des Heilbäder- und Kurortewesens“

Datum: 14.10.2016

Kurzbeschreibung: Wolf: „Baden-Württemberg ist das Bäderland Nummer eins in Deutschland und soll das bleiben.“

Der auch für den Tourismus zuständige baden-württembergische Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf, hat am Freitag (14. Oktober 2016) die erste Regionalkonferenz zur Vorstellung des Gutachtens „Fortentwicklung des Heilbäder- und Kurortewesens“ im Kurhaus in Bad Rappenau eröffnet. Wolf sagte: „Die Kurorte und Heilbäder haben große wirtschaftliche Bedeutung. Baden-Württemberg ist Bäderland Nummer eins in Deutschland und soll das bleiben.“

 

Die Gesundheitsreformen in den zurückliegenden Jahren und der damit verbundene Rückgang der Kassenpatienten hätten die Rahmenbedingungen für die Heilbäder und Kurorte massiv verändert. Die Bereiche Wellness und Gesundheitsprävention hätten mittlerweile zentrale Bedeutung erlangt. Es sei deshalb richtig und wichtig gewesen, die Grundlagen des Kur- und Bäderwesens in Baden-Württemberg einer näheren Betrachtung zu unterziehen.

 

Zu den Ergebnissen des Gutachtens führte Wolf aus: „Im Kern stellt das Gutachten fest, dass die Gästenachfrage in prädikatisierten Städten und Gemeinden im Durchschnitt angestiegen ist. Nahezu allen in der Studie Befragten ist das Prädikat als staatliches Qualitätssiegel und die regelmäßige Überprüfung wichtig“

„Wir müssen daher, den Wert des Prädikats als staatliches Qualitätssiegel und seine Bedeutung noch deutlicher herauszustellen. Wir werden hierzu gemeinsam mit dem Heilbäderverband und der Tourismus Marketing Baden-Württemberg geeignete Maßnahmen finden, um die Prädikate in ihrer öffentlichen Wahrnehmung zu stärken.“

 

Der Kern der materiellrechtlichen Ausgestaltung der Prädikatisierung sei nicht im baden-württembergischen Kurortegesetz geregelt, sondern in den Begriffsbestimmungen des Deutschen Heilbäderverbandes. Ziel seines Ministeriums, so Wolf, sei es daher, gemeinsam mit dem Heilbäderverband Baden-Württemberg auf Bundesebene baden-württembergische Interessen und Anliegen verstärkt einzubringen und aktiv an einer zeitgemäßen Entwicklung der Begriffsbestimmungen mitzuarbeiten.

 

 

 

Hintergrundinformationen:

Zwei weitere Regionalkonferenzen zur Vorstellung des Gutachtens finden am 14. November 2016 in Bad Dürrheim und am 28. November in Bad Buchau statt.

 

Die Begriffe „prädikatisiert“ und „höher prädikatisiert“ entstammen den „Begriffsbestimmungen - Qualitätsstandards für die Prädikatisierung von Kurorten, Erholungsorten und Heilbrunnen“, die der Deutsche Tourismusverband und der Deutsche Heilbäderverband gemeinsam herausgeben. Neben den einfachen Prädikaten für Luftkurort und Erholungsort gibt es die so genannten höheren Prädikate für Heilbad, Heilklimatischer Kurort, Kneippheilbad, Kneippkurort, Ort mit Heilquellen- oder Moor-Kurbetrieb und Ort mit Heilstollen-Kurbetrieb.

 

Die Heilbäder und Kurorte in Baden-Württemberg verzeichneten im Jahr 2015 insgesamt etwas über 3 Millionen Ankünfte und über 12,2 Millionen Übernachtungen. Dies entspricht einem Anteil der Heilbäder und Kurorte von knapp über 24 Prozent an allen Übernachtungen in Baden-Württemberg.

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