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Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf nimmt von der JVA Karlsruhe konzipiertes „OhneWörterBuch“ zur bildbasierten Verständigung mit ausländischen Gefangenen entgegen

Datum: 12.04.2017

Kurzbeschreibung: Minister Guido Wolf: „Kommunikation kann Konflikte verhindern und begrenzen. Hierzu leistet das „OhneWörterBuch“ einen wertvollen Beitrag.“

Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf, hat am heutigen Mittwoch (12. April 2017) das von einer Arbeitsgruppe der JVA Karlsruhe konzipierte „OhneWörterBuch“ zur bildbasierten Verständigung mit ausländischen Gefangenen entgegengenommen. Guido Wolf hierzu: „Kommunikation kann Konflikte verhindern und begrenzen. Hierzu leistet das „OhneWörterBuch“ einen wertvollen Beitrag.“

 

In den baden-württembergischen Justizvollzugsanstalten sind Gefangene aus mehr als 70 Nationen inhaftiert. In den vergangenen Monaten ist der Anteil ausländischer Gefangener unter den rund 7500 Inhaftierten nochmals stark angestiegen. Die Kommunikation mit Gefangenen, die über keinerlei oder lediglich sehr geringe Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen, ist für die Bediensteten schwierig.

 

Eine – vom katholischen Anstaltsseelsorger Michael Drescher initiierte – Arbeitsgruppe der JVA Karlsruhe hat in den vergangenen Monaten Themen und Standardsätze gesammelt, die im Vollzugsalltag häufiger benötigt werden. Diese wurden – in enger Abstimmung mit weiteren Mitarbeitern der JVA Karlsruhe – durch eine Kommunikationsdesignerin in das besagte „OhneWörterBuch“ übertragen, das auf sog. „Schlüsselbildern“ (Piktogrammen, Bildern und Bildabfolgen) beruht. Das Werk soll von den Vollzugsbediensteten in der Brusttasche mitgeführt werden und im Vollzugsalltag eine Basisverständigung mit den Gefangenen ermöglichen.

 

Minister Wolf abschließend: „Wenn Menschen nicht in der Lage sind, sich sprachlich zu verständigen, birgt das oft Konfliktpotential. Die so genannten Schlüsselbilder helfen daher Gefangenen, beugen aber vor allem Konflikten vor und schützen damit unsere Bediensteten.“

 

Weitere Informationen:

Der Justizhaushalt hat sich mit 2.000 Euro an dem Projekt beteiligt. Es wurde zudem durch den Bezirksverein für soziale Rechtspflege Karlsruhe, den Bezirksverein für soziale Rechtspflege Baden-Baden und Rastatt, die katholische Anstaltsseelsorge und die BB-Bank durch Spenden unterstützt.

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