Mobilität

Nachhaltige Mobilitätskonzepte

Eine umweltfreundliche An- und Abreise und Mobilität am Urlaubsort spielt beim Nachhaltigen Tourismus eine zentrale Rolle. Der touristische Verkehr ist Grundvoraussetzung für den Tourismus, er nimmt allerdings auch erheblichen Einfluss auf die Umwelt.

Der größte Anteil der im Urlaub emittierten Treibhausgase fällt auf die An- und Abreise. Die wichtigsten Reiseverkehrsmittel der Deutschen sind nach wie vor PKW und Flugzeug. Bahn, Bus und öffentliche Verkehrsmittel werden weit weniger genutzt. Deshalb gilt es, die bisherigen Mobilitätsgewohnheiten zu überdenken und nachhaltige Mobilitätskonzepte zu schaffen, die den Gästen und idealerweise auch den Bewohnern attraktive und einfache Alternativen zum Individualreiseverkehr bieten. Ein wichtiger Baustein dafür sind multimodale Verkehrskonzepte, die mehrere Verkehrsträger miteinander kombinieren. Beispielsweise lassen sich einzelne Angebote des öffentlichen Verkehrs mit Verkehrsdienstleistungen wie Car-Sharing oder Fahrradverleihsystemen kombinieren.

Vorbildregion Schwarzwald

Unzählige Best-Practice-Beispiele machen den Schwarzwald zur Vorbildregion hinsichtlich nachhaltiger Mobilität im Tourismus. Ein wichtiges Vorzeigeprojekt im Bereich der nachhaltigen Mobilität im Tourismus stellt die KONUS-Gästekarte dar. An der KOstenlosen NUtzung des ÖPNV für Schwarzwaldurlauber beteiligen mehr als 145 Ferienorte, in denen die Gäste ein Freifahrtticket für Busse und Bahnen in der gesamten Ferienregion Schwarzwald erhalten. Im Nationalpark Schwarzwald wird ein Verkehrsinfrastrukturprogramm mit den Entscheidungsträgern vor Ort entwickelt.

Mobilitätsberatung für Tourismusdestinationen und -ziele

Um die Tourismusdestinationen und -ziele Baden-Württembergs im Themenbereich Nachhaltige Mobilität zukunftsfähig aufzustellen, hat das Ministerium der Justiz und für Europa Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg ein Pilotprojekt zur Mobilitätsberatung in Urlaubsregionen durchgeführt. Gemeinsam mit fünf Tourismuszielen - dem Kurort Bad Dürrheim, dem Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald sowie den Tourismusgemeinschaften Nördlicher Schwarzwald, Liebliches Taubertal und Mythos Schwäbische Alb - wurde der erste Beratungsstandard für nachhaltige touristische Mobilität entwickelt.

Der Beratungsstandard ist eine Schritt für Schritt-Anleitung, mit der Regionen ihre touristisch ausgerichteten Mobilitätskonzepte konzeptionell planen und umsetzen können. Zu Beginn des Prozesses analysiert die Tourismusregion zunächst ihre Ausgangssituation, um Potenziale und Ziele zu definieren. Abschließend erstellt sie ein Handlungs- und Umsetzungskonzept mit konkreten Maßnahmen. Der Beratungsstandard gibt den Verantwortlichen Auskunft darüber, welche Fragen zu beantworten sind und wer in den Prozess miteinzubeziehen ist. Einer der wesentlichen Erfolge dieses Projekts bestand in allen Destinationen in der Vernetzung der Akteure vor Ort, da diese erstmalig in dieser Form eng miteinander zusammenarbeiteten. Die Kooperation von Planerinnen und Planern, Touristikern und lokalen Akteuren schafft somit die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Arbeitsstruktur.

Das Gesamtgutachten mit dem Beratungsstandard „Mobilitätsberatung für Tourismusdestinationen“ ist unter folgendem Link abrufbar:

Gesamtgutachten Mobilitätsberatung für Tourismusdestinationen und -ziele in Baden-Württemberg


Weiterführende Links

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